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Philipp Rösler Panorama AP 2009
  Foto: AP, AP
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Streit um Zusatzbeiträge: Rösler ermuntert zum Wechsel der Krankenkasse

zuletzt aktualisiert: 30.01.2010 - 11:18

München (RPO). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler ermutigt angesichts der von mehreren Gesetzlichen Krankenkassen erhobenen Zusatzbeiträge die Versicherten zum Kassenwechsel. "Die Kassen sind in der Pflicht, Zusatzbeiträge möglichst zu vermeiden", sagte Rösler laut einem Magazinbericht. "Sonst kann man ja auch wechseln."

Rösler sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", er halte an seinen Plänen für eine Gesundheitsprämie fest. "Wir wollen den Einstieg in ein robustes Gesundheitssystem schaffen", sagte er. Es gehe nicht nur um die schrittweise Einführung einer Prämie mit sozialem Ausgleich.

"Zum notwendigen Gesamtpaket gehört für uns aber vor allem auch die Ausgabenseite dazu. Hier stellen wir alles auf den Prüfstand", sagte Rösler. Zu den größten Kostentreibern gehörten Arzneien, Ärztehonorare und Krankenhäuser.

Die Krankenkasse BKK Westfalen-Lippe verlangt dem Blatt zufolge ab Februar einen monatlichen Zusatzbeitrag von zwölf Euro je Mitglied. Mehrere gesetzliche Versicherungen hatten angekündigt, acht Euro im Monat zusätzlich zu verlangen. Nur bis zu diesem Betrag darf die Kasse eine Pauschale verlangen, ohne zu prüfen, ob einzelne Mitglieder finanziell überfordert werden.

Der Chef der BKK Westfalen-Lippe, Willi Tomberge, rechtfertigte den höheren Finanzbedarf damit, dass seine Kasse im vergangenen Jahr einige sehr teure Krankheitsfälle gehabt habe. Auch sei der einkommensabhängige Extrabeitrag sozialer als bei anderen, die einheitlich acht Euro verlangten. "Die, die weniger als 1200 Euro im Monat haben, zahlen bei uns weniger, manche vielleicht nur vier oder fünf Euro", versicherte Tomberge dem Magazin.

Quelle: DDP/jre

 
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