Merkel will Debatte laut Bericht aber stoppen: Röttgen findet Atomstrom-Auktion interessant
zuletzt aktualisiert: 15.07.2010 - 12:20Berlin (RPO). Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) will die Idee einer Atomstrom-Auktion nicht so schnell fallenlassen. "Er findet den Gedanken immer noch interessant. Es geht nur darum, wann man ihn umsetzen kann", sagte ein Sprecher des Umweltministeriums. Zwar werde das Auktionieren nicht jetzt infrage kommen. "Er sagt aber nicht, dass das eine schlechte Idee ist."
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete mit Verweis auf Koalitionskreise, bei einem Treffen mit Ministern der Union habe Merkel entsprechenden Plänen am Mittwoch eine klare Absage erteilt. Die Kanzlerin kritisierte demnach, ein solches Verfahren dauere zu lang und löse das Problem der Restlaufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke nicht.
Stattdessen erwägen Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) neben der bisher geplanten Brennelementesteuer eine weitere Abgabe einzuführen, berichtete die "SZ". Politiker der Koalitionsparteien hatten das vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung entwickelte Modell jedoch befürwortet.
Röttgen selbst hatte von einer Idee mit "Charme" geschwärmt, die eine ernsthafte Prüfung verdiene. Es fehle jedoch die Zeit, diese in Gesetze zu gießen. Demnach könnten mit einer Versteigerung Teile jener Zusatzgewinne abgeschöpft werden, die den Kernkraftbetreibern aus längeren Laufzeiten entstehen.
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