Treffen mit Minister Brüderle in Berlin: Röttgen fordert Milliarden für Atomkraftwerke
zuletzt aktualisiert: 02.09.2010 - 13:20Berlin (RPO). Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) haben am Donnerstag in Berlin erneut über das Energiekonzept der Bundesregierung verhandelt. Ergebnisse des Gesprächs wurden zunächst nichts bekannt. Brüderle hatte das Gespräch am Mittwoch angekündigt.
Dabei spielte auch die Forderung von Röttgen eine Rolle, dass die Atomkraftwerke technisch nachgerüstet werden sollen, unter anderem gegen den Absturz von Flugzeugen. Das steht auch in dem Energie-Gutachten der Regierung, das am Montag veröffentlicht wurde.
Röttgen verlangt bei vier Jahren Laufzeit-Verlängerung für die 17 Atomkraftwerke zusammen Investitionen von 6,2 Milliarden Euro. Bei einer Laufzeit von zwölf Jahren ergeben sich Investitionen von 20,3 Milliarden Euro. Bei 20 Jahren werden 36,2 Milliarden und bei 28 Jahren sogar 49,8 Milliarden Euro für Nachrüstungen fällig.
Die größten Summen werden laut Röttgen für das Atomkraftwerk Neckarwestheim 2 benötigt. Bei vier Jahren wären es 1,2 Milliarden, bei zwölf Jahren 2,0 Milliarden, bei 20 Jahren 2,8 Milliarden und bei 28 Jahren sogar 3,6 Milliarden Euro.
Die geringste Summe verlangt Röttgen für Neckarwestheim 1 mit null Milliarden Euro bei vier Jahren, 600 Millionen Euro bei zwölf Jahren, 1,6 Milliarden bei 20 Jahren und 2,4 Milliarden bei 28 Jahren. Alle anderen Atomkraftwerke liegen dazwischen.
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