kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Atom müll akw, Panorama, ddp-2009-1017
  Foto: ddp, ddp
Kommentare ()

Bundesumweltminister: Röttgen hält Atomausstieg für unumkehrbar

zuletzt aktualisiert: 25.11.2009 - 16:50

Berlin (RPO). Der Atomausstieg ist aus Sicht von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) unumkehrbar. Röttgen begründete seine Position ungeachtet der von Schwarz-Gelb geplanten längeren Laufzeiten der deutschen Atommeiler am Mittwoch mit der anhaltenden Ablehnung der Mehrheit der Deutschen. SPD und Grünen schenkten Röttgen wenig Glauben. Die hessische CDU ging auf Distanz zum Minister.

"Kernenergie kann man auf Dauer nur nutzen, wenn eine Mehrheit der Menschen sie akzeptiert", sagte Röttgen der "Bild"-Zeitung. Das sei aber seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall. Und daran werde sich nach seiner Einschätzung auch nichts mehr ändern.

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte, Röttgen spreche nun "deutlich anders als vor der Wahl". Bei den Energiekonzernen werden man "sich die Haare raufen". Röttgen habe offenbar die Aufgabe, eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen bundesweit "salonfähig zu machen".

Grünen-Fraktionschefin Renate Künast nannte Röttgens Eingeständnis unglaubwürdig. Sie warf der Union vor, sich vor der Bundestagswahl "auf Grund des öffentlichen Drucks" auf die unbeschränkte Laufzeitverlängerung" bestehender Atomkraftwerke verständigt zu haben. Nun spreche man gar vom unverrückbaren Atomausstieg, weil man keine Energiepolitik gegen die Mehrheitsmeinung machen könne. "Das ist der Wolf als Rotkäppchen verkleidet", sagte Künast.

Anders als Steinmeier wollte Künast Röttgens Vorstoß nicht als Signal einer möglichen Öffnung in Sachen Jamaika-Koalitionen werten. "Es gibt keinerlei Anlass, über Jamaika nachzudenken. Deshalb brauchen wir auch keinen Jamaika-Minister", sagte die Grünen-Politikerin.

Union und FDP wollen die Atomkraftwerke länger als geplant laufenlassen, bezeichnen im Koalitionsvertrag die Kernenergie aber nur als "Brückentechnologie". Auf die Frage, ob länge Laufzeiten für Atomkraftwerke Strom verbilligen könnten, sagte Röttgen: "Es wäre unredlich, Billigenergie zu versprechen. Wenn wir die Laufzeiten verlängern, dann auch, um einen wesentlichen Teil der Sondergewinne in erneuerbare Energiequellen zu investieren."

Die hessische CDU reagierte verstimmt über Röttgens Äußerungen. "Gerade bei so schwierigen Themen wie der Kernenergie dürfen wir nicht nur aktuellen Meinungsbildern hinterherlaufen, sondern müssen als Politiker mutig vorangehen und mit Sachargumenten die Menschen überzeugen", sagte der hessische CDU-Fraktionschef Christean Wagner in Wiesbaden. Wagner bezeichnete die Kernenergie als unverzichtbar, "weil sie eine klimafreundliche, vom Ausland unabhängige und kostengünstige Technologie ist."

Quelle: DDP/felt

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

Wahlen in Ägypten

Kandidat fordert neue Auszählung

Nach der ersten Runde der ägyptischen Präsidentschaftswahl hat ein Kandidat eine teilweise Nachzählung der Stimmen gefordert. mehr 

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Die bewaffnete syrische Opposition wird mit Geld und Waffen aus den reichen Golf-Staaten und Hilfe der USA immer stärker. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Assads Macht gerät ins Wanken

Scheichs rüsten Syriens Rebellen auf

Fast 100 Tote in Syrien

UN-Beobachter bestätigen Blutbad

Die IWF-Chefin zeigt sich hart

Lagarde hat kein Mitlied mit den Griechen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Pfingstsonntag

Die Nordkirche gründet sich

Sonntag wird im holsteinischen Städtchen Ratzeburg aus den drei alten Landeskirchen Nordelbien, Mecklenburg und Pommern eine neue gegründet – die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, kurz: Nordkirche. Vorausgegangen sind 13 Jahre ... Von Frank Vollmer  mehr

 

Interview mit Gerda Hasselfeldt (CSU)

"Betreuungsgeld ohne Auflagen"

 

Bundestag debattiert über Flughafendebakel

"Wahnsinn", "Provinzniveau", "versemmelt"

 
 

Seeheimer Kreis kritisiert Troika

SPD-Politiker sehnen sich nach Kanzlerkandidaten

 

Merkel und Seehofer angeblich einig

Weg für Schröders flexible Frauenquote offenbar frei

Top-Services