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Landtagswahl am Sonntag: CDU will absolute Mehrheit: Saarland: SPD droht vernichtende Schlappe

zuletzt aktualisiert: 03.09.2004 - 08:53

Saarbrücken (rpo). Wie sich die Zeiten ändern im Saarland: In der einstigen sozialdemokratischen Hochburg will die CDU bei den am Sonntag anstehenden Landtagswahlen die absolute Mehrheit erreichen und hat beste Aussichten.

Bei der ersten Landtagswahl nach der Sommerpause entscheiden die Saarländer am Sonntag über eine Fortsetzung der CDU-Alleinregierung unter Ministerpräsident Peter Müller. Vor fünf Jahren hatten den Christdemokraten im kleinsten deutschen Flächenland 45,5 Prozent für die absolute Mehrheit an Mandaten gereicht. Im Wahlkampf setzten sie ganz auf die Popularität des Regierungschefs. Nach Umfragen kann die CDU dieses Mal mit über 50 Prozent der Stimmen rechnen. Dagegen droht den Sozialdemokraten mit ihrem Spitzenkandidaten Heiko Maas eine herbe Niederlage.

Beim Machtwechsel 1999 hatte die SPD noch 44,4 Prozent erreicht. Zuletzt wurde sie an der Saar jedoch nicht nur durch die bundesweite Schwäche der Bundespartei, sondern auch die Auftritte und Interviews des Ex-Vorsitzenden und früheren Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine in Bedrängnis gebracht. Chancen auf einen Einzug in das Landesparlament rechnen sich auch die Grünen und die FDP aus. Beide waren bei der letzten Wahl deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Insgesamt bewerben sich am Sonntag zehn Parteien um die Stimmen der rund 818.000 Wahlberechtigten.

In Saarbrücken findet gleichzeitig die Wahl des Oberbürgermeisters statt. Der Posten ist seit zwei Jahren vakant, nachdem der SPD-Politiker Hajo Hoffmann wegen Vorwürfen der Untreue angeklagt und von seinem Amt suspendiert wurde. Nach seiner noch nicht rechtskräftigen Verurteilung in zweiter Instanz war Hoffmann schließlich im Frühjahr offiziell zurückgetreten und hatte damit den Weg zur Neuwahl frei gemacht. Als aussichtsreichste Bewerber für den Chefsessel in der Landeshauptstadt gelten Sozial-Staatssekretär Josef Hecken (CDU, die städtische Sozialdezernentin Charlotte Britz (SPD) sowie Bürgermeister Kajo Breuer (Grüne). Außerdem haben auch FDP, NPD und PDS Kandidaten aufgestellt.

Quelle: ap

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