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Sachsen-Anhalt
Integrationslotsen sollen Asylbewerber betreuen

Sachsen-Anhalt: Integrationslotsen sollen Asyl-Bewerber betreuen
Innenminister Stahlknecht (rechts) in Tröglitz: Plan für ehrenamtliche Flüchtlingshelfer. FOTO: dpa, hsc fux
Halle. Zur Verbesserung der Integration von Flüchtlingen sollen sich in Sachsen-Anhalt künftig ehrenamtliche Integrationslotsen um Asylbewerber kümmern und Kontakte zu Behörden und Vereinen herstellen.

Diesen Vorschlag wolle Landesinnenminister Holger Stahlknecht (CDU) am Dienstag bei einem Treffen der Landräte unterbreiten, berichtete die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" am Dienstag. "Die Integrationslotsen sollen von den Kommunen berufen werden und eine Aufwandsentschädigung erhalten", sagte Stahlknecht der Zeitung.

Für diese Initiative und für weitere Integrationsprojekte will Stahlknecht dem Bericht zufolge acht Millionen Euro zur Verfügung stellen. Mit den Integrationslotsen solle nach den Demonstrationen gegen neue Flüchtlingsunterkünfte die Willkommenskultur in Sachsen-Anhalt gestärkt werden.

Vorurteile und Ängste abbauen

Dabei spielen laut Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) auch die Schulen im Land eine wichtige Rolle. Klassen oder Arbeitsgemeinschaften könnten "rausgehen und mithelfen, im Umfeld der Schule eine Willkommenskultur zu schaffen", sagte Dorgerloh der "Mitteldeutschen Zeitung". Auch ältere Schüler könnten in ihrer Freizeit den Flüchtlingen helfen, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden und dabei ihre Englischkenntnisse einsetzen.

Der Kontakt mit Migranten könne Vorurteile und Ängste abbauen. Entsprechende Pläne für das kommende Schuljahr würden im Ministerium vorbereitet. In Tröglitz in Sachsen-Anhalt hatten Anfang April Unbekannte einen Brand in einem weitgehend leer stehenden Gebäude gelegt, in dem ab Mai Asylbewerber untergebracht werden sollten.

(AFP)
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