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Sachsen-Anhalt
Haseloff im zweiten Anlauf zum Ministerpräsidenten gewählt

Sachsen-Anhalt: Reiner Haseloff im ersten Wahlgang durchgefallen
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff bekam im ersten Wahlgang nicht genug Stimmen FOTO: dpa, jew pzi
Magdeburg. Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) am Montag im zweiten Anlauf zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Damit ist er nun Chef der bundesweit ersten schwarz-rot-grünen Landesregierung.

Der 62-Jährige erhielt im Magdeburger Landtag im zweiten Wahlgang 47 von 87 Abgeordnetenstimmen und erreichte damit die erforderliche Mehrheit. Nach der Wahl will Haseloff die Mitglieder seines neuen Kabinetts ernennen.

Im ersten Wahlgang war der CDU-Politiker noch durchgefallen. Haseloff erhielt nur 41 Ja-Stimmen, erforderlich wären 44 gewesen. 45 Abgeordnete stimmten gegen Haseloff, einer enthielt sich. Die in Sachsen-Anhalt geplante schwarz-rot-grüne Koalition verfügt mit 46 Mandaten nur über eine knappe Mehrheit. 

Probeabstimmungen ohne Abweichler

Erst am Morgen hatten sich die Fraktionen von SPD und Grünen bei Probeabstimmungen jeweils einstimmig für Haseloff als Ministerpräsidenten ausgesprochen. Dies sagten die Abgeordneten Andreas Schmidt (SPD) und Sebastian Striegel (Grüne) kurz vor der Wahl der Deutschen Presse-Agentur. Bei der CDU gab es nach Angaben aus der Fraktion keine Probeabstimmung.

Die bisherige Koalition aus CDU und SPD hatte bei der Landtagswahl am 13. März vor allem wegen des Absturzes der Sozialdemokraten ihre Mehrheit verloren. Eine Zusammenarbeit mit der rechtspopulistischen AfD, die mit 25 Abgeordneten stärkste Kraft im Landtag ist, lehnten alle anderen Parteien ab.

(crwo/dpa)
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