kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Neuer Vorschlag: Samstags wieder zur Schule

zuletzt aktualisiert: 07.02.2008 - 15:44

Hamburg (RPO). Erst sollten Schüler das Abitur schneller schaffen, jetzt ist aber die Belastung viel zu hoch. Ein neuer Vorschlag bereichert die Diskussion: An Samstagen soll wieder unterrichtet werden.

Der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) kritisierte einen Vorschlag seiner Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU), den Samstag wieder in die Schulwoche einzubeziehen. Bildungsforscher Klaus Hurrelmann wies unterdessen auf die Gefahren hin, die Schulzeitverkürzung und Stoffverdichtung den Schülern bringen könnten.

Hurrelmann hält es für möglich, dass der erhöhte Druck auf die Schüler zu einer Zunahme an depressiven Stimmungen, Aggressionen und Süchten führt. "Das ist leider nicht auszuschließen", sagte der Bielefelder Professor für Sozial- und Gesundheitswissenschaften der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Bei acht oder neun Stunden Unterricht an einem Tag könnten Schüler nicht die erwartete Leistung bringen. Insbesondere zwischen 12.00 und 14.00 Uhr sei es aus biologischen Gründen unmöglich, Höchstleistungen zu schaffen.

Als einen Vorschlag zur Entlastung hatte die Hamburger Bildungssenatorin Dinges-Dierig den Samstagsunterricht ins Gespräch gebracht. "Den Sonnabend in die Schulwoche einzubeziehen, ist eine gute Möglichkeit, die Belastung der Schüler zu entzerren", sagte sie der Zeitung "Die Welt". Sie persönlich halte davon sehr viel. Es könne besser sein, den Unterricht auf sechs anstatt auf fünf Tage zu verteilen.

Bürgermeister von Beust distanzierte sich umgehend von dem Vorstoß seiner Senatorin und Parteigenossin. Dies sei ihre Privatmeinung und mit ihm nicht abgesprochen, sagte er dem Sender NDR 90,3 und stellte klar: "Die Entscheidungskompetenz in dieser Sache habe ich." Den Samstag sieht von Beust demnach als wichtigen Bestandteil des Familien-Wochenendes. Das sei der Tag, an dem Eltern und Kinder mal gemeinsam etwas unternehmen oder gemeinsam einkaufen gehen könnten, sagte er dem Sender. Deshalb werde der Samstag nicht wieder zum normalen Schultag werden.

Auch der Hamburger Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) lehnte den Vorschlag ab. "Eine Sechs-Tage-Woche für Schüler und Lehrer ist familienfeindlich", erklärte der Vorsitzende Klaus Bullan. Kinder bräuchten Zeit, die sie mit ihrer Familie, mit Freunden oder nur mit Faulenzen verbringen könnten.

Der Deutsche Elternverein in Kiel hingegen begrüßte den Vorstoß von Dinges-Dierig. "Außer dem Schaden für die Bequemlichkeit spricht nichts gegen den Sonnabend als Schultag", erklärte der Vorsitzende Ulrich Kliegis und forderte den Samstag sogar für alle Schularten. Viele Eltern und Lehrer schätzten den Samstag für Klassenarbeiten oder die Vertiefung von Lerninhalten. Auch erleichtere die kürzere zeitliche Distanz zum Montag den Wiedereinstieg in den Unterrichtsstoff. Kliegis betonte jedoch auch, dass mit der achtjährigen Abiturzeit die Leistungsfähigkeit der Kinder überschritten werde.

Unterdessen wurde ein Hamburger Gymnasium bereits gegen die vermeintliche Überforderung der Schüler aktiv und setzte Entspannung auf den Stundenplan. Mit Mitteln einer Stiftung leistet sich die Schule laut "Hamburger Abendblatt" eine freiberufliche Trainerin. Ab März soll die Kommunikationsberaterin mit interessierten Lehrern Techniken zur Entspannung üben, damit diese künftig in der Mittagspause Kurse für die Schüler anbieten könnten.

Quelle: ap

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Präsident im Kriegsmodus

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Frankreichs neuer Präsident François Hollande droht Syrien mit einer Militärintervention - ... mehr 

Obama macht Romney zum Vampir

Schmutz-Wahlkampf in den USA

Obama macht Romney zum Vampir

In TV-Spots lässt Obama Romney als "Vampir-Kapitalist" beschimpfen. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Warum Hollande Syrien mit Militär droht

Präsident im Kriegsmodus

Schmutz-Wahlkampf in den USA

Obama macht Romney zum Vampir

Diskussion um Nichtraucherschutz

"Rauchen ist bei jungen Menschen out"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Italien: Frau lebend aus Trümmern gezogen

Das Beben in Norditalien war am Dienstagabend schon 12 Stunden her, da gab es eines dieser kleinen Wunder, auf die die Menschen in den ... mehr 

Schröder hält am Krippenausbau fest

"Wir dürfen die Eltern nicht enttäuschen"

Familienministerin Schröder hält daran fest: Ab August 2013 soll der Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung gelten. Am Mittwoch legte sie ein Zehn-Punkte-Programm vor. Mit seiner Hilfe sollen doch noch 160.000 Betreuungsplätze entstehen. "Fast ... mehr

 

Ministerin will auf Uni-Bewertung warten

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 
 

Streitpunkt Vorratsdaten

EU-Kommission wird Deutschland verklagen

 

Merkel nur noch knapp vorn

Kraft stürmt die Beliebtheits-Charts

 

Ramsauers Vorschlag abgeblockt

Merkel erteilt Pkw-Maut klare Absage

Top-Services