nach NRW-Wahl: Satire-"Partei" will auch bei Bundestagswahl antreten
zuletzt aktualisiert: 22.05.2005 - 21:30Düsseldorf (rpo). Die Partei des Satiremagazins "Titanic", "Die Partei", will nach den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen auch bei der vorgezogenen Bundestagswahl antreten. Man wisse zwar, dass "Die Partei" bei der Landtagswahl trotz "erfreulicher Signale aus den Hochburgen" unter einem Prozent geblieben sei, sagte der Parteivorsitzende und "Titanic"-Chefredakteur Martin Sonneborn. Man wolle nun aber mit einem "schmierigen, populistischen Wahlkampf" die Abwahl von Bundeskanzler Gerhard Schröder vorantreiben.
Sonneborn bekräftigte das Vorhaben, die Landtagswahl beim nordrhein-westfälischen Verfassungsgericht anzufechten, was bereits am Montag geschehen solle. Grund sei der Umstand, dass die Landesliste der "Partei" wegen des nordrhein-westfälischen Wahlrechts nicht landesweit wählbar gewesen sei.
In dem Bundesland hat jeder Wähler nur eine Stimme, mit der er zugleich den Direktkandidaten und dessen Partei wählt. "Die Partei" hatte aber nur vier Wahlkreiskandidaten.
Sonneborn erklärte, die Partei diskutiere noch, ob sie bei der Bundestagswahl kandidieren werde, "aber ich denke, wir werden antreten". Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen sei ein "populistisches Vehikel" gewesen, um in den "ruinierten, westdeutschen Randgebieten Stimmen zu gewinnen".
Das Hauptziel der "Partei" ist die "endgültige Teilung Deutschlands". Sonneborn erklärte, er glaube, "dass uns die Herzen vieler Westdeutscher zufliegen werden", wenn man zwischen den Alternativen Angela Merkel und "Die Partei" wählen könne: "Wenn wir die Mauer bauen, wird Merkel wieder im Osten weggesperrt sein, wie das lange Jahre war, das ist ein Anreiz für viele".
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