Sicherheit: Schäuble befürchtet nuklearen Terroranschlag
zuletzt aktualisiert: 15.09.2007 - 16:49Frankfurt/Main (RPO). Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat vor einem terroristischen Anschlag mit Atomwaffen gewarnt. Dies sei die größte Sorge aller Sicherheitskräfte, sagte er in einem Zeitungsinterview. "Viele Fachleute sind inzwischen überzeugt, dass es nur noch darum geht, wann solch ein Anschlag kommt, nicht mehr, ob."
Schäuble sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", dass den Sicherheitsbehörden nicht alle möglichen Gefahren bekannt seien. "Einen vollständigen Überblick haben wir auch heute nicht." Trotz der Wahrscheinlichkeit eines nuklearen Terroranschlags rief Schäuble zur Gelassenheit auf. "Es hat keinen Zweck, dass wir uns die verbleibende Zeit auch noch verderben, weil wir uns vorher schon in eine Weltuntergangsstimmung versetzen."
Vor allem US-Behörden haben die Befürchtung geäußert, dass in Seecontainern Massenvernichtungswaffen in das Land geschmuggelt und damit Anschläge begangen werden könnten. Nach dem Willen des Kongresses in Washington sollen deswegen alle Schiffe kontrolliert werden. Kritiker befürchten jedoch einen großen Rückstau beim Import von Gütern.
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