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Nach Verhaftung eines mutmaßlichen Al-Qaida-Helfers: Schäuble plädiert für Bundeswehr-Einsatz im Innern

zuletzt aktualisiert: 09.07.2006 - 10:09

Hamburg (rpo). Nach der Festnahme eines mutmaßlichen Al-Qaida-Helfers in Hamburg hat Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) seine Forderung nach einem Einsatz der Bundeswehr im Innern bekräftigt. "Wir haben eine Bedrohung durch den internationalen Terrorismus", sagte Schäuble. Wenn nicht genügend Polizisten zur Verfügung stünden, könnte man auf Soldaten zurückgreifen. Die Bundesanwaltschaft hatte am Samstag mitgeteilt, dass bereits am Donnerstag ein mutmaßlicher Al-Qaida-Helfer in Hamburg festgenommen wurde.

Deutschland sei Teil eines allgemeinen Gefahrenraums, sagte Schäuble der "Bild am Sonntag". "Für den Fall, dass sich die Bedrohung konkretisiert, brauchen wir nach meiner Überzeugung zur Terrorabwehr eine zusätzliche Reserve", betonte der Minister. 

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft sei die Polizei "bis an die Grenzen ihrer Kapazität im Einsatz gewesen", fügte Schäuble hinzu. Gott sei Dank sei alles gut gegangen. Als Innenminister dürfe man aber nicht nur den besten Fall vorbereiten, sondern müsse auch an den schlimmsten Fall denken.

Mit dem Polizeieinsatz bei der WM zeigte sich Schäuble zufrieden: "Mit unserem Sicherheitskonzept haben wir super gelegen. Alles ist toll aufgegangen." Die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden anderer Länder habe sich hervorragend bewährt. Die Gäste aus aller Welt lobten den Polizeieinsatz, weil er nicht aufdringlich gewirkt habe. "Die Polizei ist als Teil dieser fröhlichen Grundstimmung empfunden worden", sagte der CDU-Politiker.

Quelle: afp

 
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