Arbeitsmarkt: Schlechte Nachrichten erwartet
zuletzt aktualisiert: 03.01.2006 - 06:55Nürnberg (rpo). Die Bundesagentur für Arbeit will um 10 Uhr die Arbeitslosenzahlen für den Dezember bekannt geben. Experten gehen von einem leichten Anstieg von 170.000 bis 200.000 Arbeitslosen aus. Auch saisonbereinigt wird ein leichter Anstieg prognostiziert. Noch eine schlechte Tendenz: Bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs ist kein Zuwachs zu erwarten.
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung waren im Dezember 4,6 Millionen Deutsche arbeitslos. Im November waren 4,531 Millionen Menschen ohne festen Job. Die Arbeitslosenquote betrug 10,9 Prozent.
Vor allem im verarbeitenden Gewerbe würden weiterhin Arbeitsplätze abgebaut, erklärte Volkswirt Alexander Koch von der HypoVereinsbank. Diese Entwicklung werde nur zum Teil durch Zuwächse im Dienstleistungsbereich ausgeglichen.
Bei den sozialversicherungspflichtigen Jobs sei kein Aufwärtstrend in Sicht. Für Volkswirt Hans-Peter Klös vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln greift Hartz IV zunehmend.
Für 2006 erwartet er aber wenig Veränderung am Arbeitsmarkt. Bei einem Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent werde die Arbeitslosenquote 10,9 Prozent betragen, prognostizierte Klös.
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