kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Demonstrationszug verboten: Schramma vergleicht Pro-Köln-Kampagne mit NS-Ideologie

zuletzt aktualisiert: 08.05.2009 - 15:20

Köln/Münster (RPO). Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) hat die Anti-Islam-Kampagne des rechtspopulistischen Bürgerbündnisses Pro Köln mit der Ideologie der Nationalsozialisten verglichen. Vor Gericht musste das mit Pro Köln verflochtene islamfeindliche Bündnis Pro NRW unteredessen eine herbe Niederlage hinnehmen.

Am Anfang und im Zentrum der NS-Machtergreifung habe vor allem Hass und Verachtung gegenüber allen gestanden, die irgendwie "anders" erschienen, sagte Schramma laut vorab verbreitetem Redemanuskript am Freitag bei einer Veranstaltung zum 8. Mai 1945 in Köln.

Hass und Verachtung, Angstgefühle und das diffuse Gefühl der Bedrohung durch alles, was fremd erscheint, sei auch das, was die Veranstalter des sogenannten Anti-Islamierungskongresses säen wollten, erklärte Schramma weiter. Im Vorfeld von Europawahl, von Kommunal- und Bundestagswahl versuchten sie zum zweiten Mal, ihre "ausländerfeindlichen Parolen und Hasstiraden" unters Volk zu bringen.

Die vom nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz beobachtete Organisation hat für Samstag zu einer Kundgebung im Rahmen ihres "Anti-Islamisierungskongresses" nach Köln-Deutz aufgerufen. Dazu sind zahlreiche Gegendemonstrationen angemeldet. Pro Köln Vorsitzender Markus Beisicht nannte am Freitag die Mitglieder seiner Organisation "seriöse Demokraten, die nichts mit Radikalinskis und Extremisten" zu tun hätten. Vielmehr sei man das Opfer der "Blockwarte des Political Correctness".

Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf liegen bei Pro Köln hingegen "Anhaltspunkte für den Verdacht von Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung" vor. So enthielten die Publikationen des Bürgerbündnisses "Äußerungen, die darauf zielten, Ausländer vor allem muslimischer Herkunft pauschal wegen ihrer Abstammung und Religionszugehörigkeit herabzusetzen und auszugrenzen". Die Organisation war vor allem mit Aktionen gegen die geplante Moschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld aufgefallen.

Demonstrationszug verboten

Unterdessen wurde am Freitag bekannt, dass Pro NRW am Samstag keinen Demonstrationszug zur geplanten Moschee in Köln-Ehrenfeld veranstalten darf. Die Verbotsverfügung der Polizei genüge dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, erklärte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen am Freitag in Münster (AZ 5 B 593/09). Die Voraussetzungen eines polizeilichen Notstandes seien erfüllt.

Insbesondere eine von Pro NRW erwogene Verkürzung des Aufzugs zur Moschee scheide aus, erklärte das Gericht. Auch im Fall einer solchen Verkürzung seien für die Absicherung nach Einschätzung der Polizei neben den bereitgestellten 5.651 Beamten weitere rund 2.460 Einsatzkräfte erforderlich. Diese seien aber nicht verfügbar. Pro NRW hat den Angaben zufolge angekündigt, das Bundesverfassungsgericht anzurufen.

Am Vortag hatte das OVG bereits entschieden, dass eine geplante Großkundgebung von Pro Köln nicht auf dem Roncalliplatz am Dom stattfinden darf.

Quelle: DDP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Sauerland muss um sein Amt zittern

Tag der Entscheidung in Duisburg

Sauerland muss um sein Amt zittern

Am Sonntag haben Duisburgs Bürger das Wort: Morgen wird sich entscheiden, ob Sauerland sein Büro vorzeitig räumen muss. mehr 

Mexiko setzt auf Frauen in Führungspositionen

Cervantes wird oberste Polizeichefin

Die mexikanische Regierung setzt in ihrem Kampf gegen die organisierte Kriminalität verstärkt auf Frauen in Führungsposition. Präsident Feli ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Tag der Entscheidung in Duisburg

Sauerland muss um sein Amt zittern

Mexiko setzt auf Frauen in Führungspositionen

Cervantes wird oberste Polizeichefin

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

Bewegung für Sunniten, Schiiten und Kurden

Säkulare Partei im Irak gegründet

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Schahidi: "Mit diesem Sieg hat Borussia ein Ausrufezeichen gesetzt!"

Nach zwei eher bescheidenen Spielen (Wolfsburg und Hertha) lässt es Borussia im eigenen Stadion wieder richtig krachen. Nach 110 ... mehr 

Wulff intervenierte auch bei Springer-Chef Doepfner wegen Artikel

Bundespräsident wird zum Pointengeber

Wulff - der Witz der Session

Der Bundespräsident wird bei den Büttenrednern in diesem Jahr zum Pointengeber. In den Karnevalshochburgen ziert er die Wagen der Rosenmontagszüge. Auf den Sitzungen widmen ihm die Jecken lange Passagen ihrer Programme. Von Sybille Möckl  mehr

 

Bundesverkehrsminister Ramsauer:

"Es wird keinen Freibrief für Raser geben"

 

Gesundheitsminister Bahr im Interview

Rückzahlung für Millionen Versicherte ?

 

Stunde der Entscheidung

Sauerland kämpft um sein Amt

 
 

Daniel Bahr im Interview

Kassen sollen Überschüsse auszahlen

Top-Services