kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast

Neuwahlen: Schröder beantragt Vertrauensfrage

zuletzt aktualisiert: 27.06.2005 - 12:01

Berlin (rpo). Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die für Freitag angestrebte Bundestagsabstimmung über seine Vertrauensfrage offiziell bei Parlamentspräsident Wolfgang Thierse beantragt. Ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes habe das Schreiben des Kanzlers am Montagvormittag dem Parlamentspräsidenten überbracht, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg.

Der Antrag im Wortlaut: "Sehr geehrter Herr Bundestagspräsident, gemäß Artikel 68 des Grundgesetzes stelle ich den Antrag mir das Vertrauen auszusprechen. Ich beabsichtige, vor der Abstimmung am Freitag, dem 1. Juli 2005, hierzu eine Erklärung abzugeben."

Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg sagte, Schröder werde die Gründe für die Vertrauensfrage erst in der Bundestagsdebatte öffentlich nennen. Bereits am Mittwoch wird er seine Minister in einem vertraulichen Gespräch informieren. Am Donnerstag findet eine Koalitionsrunde mit den Spitzen von SPD und Grünen statt.

Weiter unklar war zunächst, wer sich im Bundestag enthalten wird, damit Schröder nicht mehr die Mehrheit der Abgeordneten hinter sich hat. Die ARD berichtete am Montagabend unter Berufung auf eigene Informationen, SPD-Fraktionschef Franz Müntefering habe die SPD-Abgeordneten zur Enthaltung aufgefordert. Demnach stieß der Vorschlag in der Fraktion auf große Zustimmung. Eine Stellungnahme der SPD-Fraktion war zunächst nicht zu erhalten.

Vermutlich namentliche Abstimmung

Die Abstimmung am Freitag wird voraussichtlich namentlich erfolgen. Das heißt, jeder Abgeordnete gibt sein Votum offen ab. Die bei der Vertrauensfrage notwendige Kanzlermehrheit liegt bei 301 von 601 Stimmen. Rot-Grün verfügt im Bundestag über 304 Sitze. Mindestens vier Koalitionsabgeordnete müssten also mit Nein stimmen oder sich enthalten, damit Schröder die Abstimmung planmäßig verliert.

Spekuliert wird auch darüber, dass die Kabinettsmitglieder sich der Stimme enthalten könnten. Von den 13 Bundesministern haben neun ein Bundestagsmandat. Ihre Nein-Stimmen oder Enthaltungen würden also reichen, um die Kanzlermehrheit zu verhindern.

Schröder will mit der Vertrauensfrage eine Neuwahl des Bundestags erreichen. Erhält er keine Mehrheit, hat Bundespräsident Horst Köhler drei Wochen Zeit, das Parlament aufzulösen und einen Wahltermin anzusetzen. Wegen verfassungsrechtlicher Bedenken könnte er sich aber auch dagegen entscheiden.


Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Kanzlerin Merkel feuert Norbert Röttgen

Peter Altmaier wird neuer Umweltminister

Kanzlerin Merkel feuert Norbert Röttgen

Bundesumweltminister Norbert Röttgen tritt zurück. mehr 

Millionenhilfe für Afghanistan geplant

Partnerschaftsabkommen unterzeichnet

Millionenhilfe für Afghanistan geplant

Deutschland wird sich nach dem bis 2014 geplanten Abzug seiner Kampftruppen vom Hindukusch langfristig in Afghanistan engagieren. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Peter Altmaier wird neuer Umweltminister

Kanzlerin Merkel feuert Norbert Röttgen

Partnerschaftsabkommen unterzeichnet

Millionenhilfe für Afghanistan geplant

Nach der Entlassung des Ministers

Merkels Erklärung zu Röttgen

Griechenland vor der Pleite

Volle Kraft in Richtung Tragödie

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Biologen erklären mysteriöses Unterwasserwesen

Diese seltsamen Aufnahmen lösten einen Hype im Internet aus. Nun sind sich Biologen sicher, das Wesen identifiziert zu haben. Es handelt ... mehr 

Peter Altmaier wird neuer Umweltminister

Kanzlerin Merkel feuert Norbert Röttgen

Kanzlerin Angela Merkel hat Umweltminister Norbert Röttgen aus ihrem Kabinett geworfen. Das verkündete sie am Nachmittag in Berlin. Röttgens Nachfolger wird Unions-Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier. Merkel zieht damit die Konsequenz aus der ... mehr

 

Merkel unterzeichnet Partnerschaftsabkommen

Millionenhilfe für Afghanistan geplant

 

Nach der Entlassung des Ministers

Merkels Erklärung zu Röttgen

 

5,7 Prozent Anhebung der Bezüge

Mehr Geld für Merkel und Kabinett

 

Umfrage zum Afghanistan-Einsatz

Mehrheit will schnelleren Abzug der Bundeswehr

 

Nein zur "Ampel" nach Bundestagswahl 2013

Künast legt sich auf Rot-Grün fest

Top-Services