Staatssekretär: Schröder bewusst nicht über Bürgschaft informiert
zuletzt aktualisiert: 06.04.2006 - 07:52Hamburg (rpo). Noch eine Stimme, die Altkanzler Gerhard Schröder in der Gasprom-Affäre entlastet: Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Bernd Pfaffenbach, hat nach eigenen Angaben bewusst darauf verzichtet, den damaligen Bundeskanzler über die geplante Milliardenbürgschaft zu informieren.
Pfaffenbach sagte der "Financial Times Deutschland", er habe mit Schröder nie über die Bürgschaft gesprochen. "Ich hätte die Möglichkeit gehabt, das zu tun, aber ich habe es bewusst nicht getan", zitierte das Blatt den Staatssekretär. Pfaffenbach sagte weiter, es sei von Anfang an der Wunsch der beteiligten Banken KfW und Deutsche Bank gewesen, die Angelegenheit nicht zu politisieren.
Der Altkanzler hatte drei Wochen nach dem Ausscheiden aus dem Amt mitgeteilt, dass er Aufsichtsratschef der Gasprom-Tochter wird, die die Ostsee-Pipeline baut.
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