Familienministerin sieht Reformbedarf: Schröder für verpflichtendes Vorschuljahr
zuletzt aktualisiert: 12.12.2010 - 12:34Berlin (RPO). Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat sich für ein verpflichtendes Vorschuljahr ausgesprochen. Während fast alle deutschen Kinder einen Kindergarten besuchten, seien es bei Kindern mit Migrationshintergrund nur etwa 80 Prozent, sagte Schröder einem Nachrichtenmagazin.
Daher hege sie viel Sympathie für die Idee der CDU-Landesvorsitzenden Julia Klöckner, in Rheinland-Pfalz ein verpflichtendes Vorschuljahr einzuführen, so Schröder im "Focus". Nach wie vor hätten viele Schüler, deren Eltern zugewandert sind, große Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache, die das Lernen in der Schule erschweren. Frühkindliche Bildung sei also das A und O.
Der Bund plant Schröder zufolge derzeit ein neues Programm zur Einführung des so genannten Elternbegleiters. Damit solle Eltern geholfen werden, besser für die Bildung ihrer Kinder zu sorgen.
"Wir wissen, dass Eltern aus allen Schichten großes Interesse haben, ihre Kinder gut auszubilden - manchmal fehlt nur das Wissen darüber, wie das am besten gelingen kann", sagte die Ministerin. Schröder bekräftigte zugleich ihren Willen, wesentlich mehr Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen. Vielen Jungen fehle eine männliche Bezugsperson.
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