Duell-Nachlese: Schröders Liebeserklärung brachte nichts
zuletzt aktualisiert: 07.09.2005 - 07:17Berlin (RP). Dass kurz vor einer Wahl, bei der es um eine Richtungsentscheidung geht, eine Liebeserklärung zum Wahlkampf-Thema wird, darüber kann Klaus-Peter Schöppner "nur den Kopf schütteln". Der Chef des Umfrage-Instituts TNS Emnid sagte gestern im Gespräch mit der Rheinischen: "Der Kanzler versucht offenbar, die emotionale Karte zu spielen, die er glänzend beherrscht."
Doch alle inszenierten Nebenschauplätze des Wahlkampfs hätten bisher in den Umfragen keinen messbaren Effekt gezeigt, berichtete Schöppner. Die Lager-Präferenzen der Wähler veränderten sich kaum. "Die SPD legt zwar zu, aber nur auf Kosten des linken Lagers. Es gibt keine Austauschbewegungen zwischen den Lagern", beobachtet das Emnid-Institut.
Schröders Liebeserklärung an seine kämpferische Frau während des TV-Duells "bringt wieder mal ein Lächeln in den Wahlkampf", so Schöppner. "Aber angesichts der Probleme, die die Menschen vor Augen haben, löst das eher Kopfschütteln aus."
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