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Afghanistan: Schüsse auf Guttenbergs Helikopter-Gruppe?

zuletzt aktualisiert: 15.11.2009 - 08:03

Frankfurt/Main (RPO). Die Hubschrauber-Gruppe, mit der Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am Freitag in Afghanistan unterwegs war, soll auf dem Flug von Kundus nach Termes in Usbekistan von Aufständischen beschossen worden sein.

Die Piloten hätten den Eindruck gehabt, der Hubschrauber sei beschossen worden, sagte ein Sprecher der Bundeswehr Reuters am Samstagabend. Die Besatzung habe entsprechend reagiert und die üblichen präventiven Maßnahmen ergriffen. Demnach warf sie Täuschkörper ab und beantwortete den möglichen Angriff mit Maschinengewehrfeuer.

Der Flug sei aber fortgesetzt worden. Nach der Landung seien keine Anzeichen von Treffern an dem Hubschrauber entdeckt worden. Die Bundeswehr könne einen Beschuss nicht dementieren. "Wir haben aber keinen Anhaltspunkt, dass es einen tatsächlichen Beschuss gab", sagte der Sprecher. Demnach können auch Spiegelreflexe am Boden den Eindruck eines Beschusses auslösen.

Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" und die "Bild am Sonntag" berichteten, der Hubschrauber Guttenbergs sei bei der Abreise von Kundus am Freitag unter Beschuss geraten. An Bord der Maschine waren demnach auch Bundeswehr- Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und der deutsche Botschafter in Kabul, Werner-Hans Lauk. Der Konvoi sei auf dem Weg nach Termes in Usbekistan gewesen.

Der Zwischenfall sei dem Minister noch während des Fluges mitgeteilt worden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" online.

Laut "BamS" hatten die radikalislamischen Taliban bereits zu Wochenbeginn einen Bundeswehr-Hubschrauber nahe Kundus unter Beschuss genommen. Dabei sei ein Außentank getroffen worden. Der CH-53 habe seinen Flug sofort abbrechen müssen.

Guttenberg hatte am Donnerstag und Freitag eine unangekündigte Afghanistan-Visite unternommen und dabei auch das deutsche Feldlager in Kundus besucht. Es war seine erste Reise in das Land am Hindukusch seit seinem Amtsantritt als Verteidigungsminister.

Aus Sicherheitsgründen wurde die Reise nicht vorher angekündigt. Die Gewalt in Afghanistan ist auf dem höchsten Stand seit dem Einmarsch der internationalen Truppen vor acht Jahren.

Quelle: DDP/AFP/RTR

 
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