Für die Wahl zur Bundespräsidentin: Schwan will bei Linken um Stimmen werben
zuletzt aktualisiert: 29.05.2008 - 07:49Berlin (RPO). Die Frage, ob die SPD-Kandidatin für das Präsidentenamt, Gesine Schwan, sich mit den Stimmen der Linkspartei wählen lassen wird, droht die große Koalition zu entzweien. Schwan selbst hingegen kündigte an, persönlich bei den Linken um Stimmen zu werben.
Schwan sagte gegenüber der "Berliner Zeitung", sie werde sich persönlich der Linksfraktion im Bundestag vorstellen und um deren Stimmen in der Bundesversammlung werben. Das sei selbstverständlich.
Schwan erinnerte daran, dass sie sich auch 2004 der Diskussion mit den Wahlmännern und -frauen der PDS gestellt habe, die anschließend für sie in der Bundesversammlung gestimmt haben. Die SPD nominierte die Hochschulprofessorin Schwan am Montag als Kandidatin für das Bundespräsidenten-Amt.
Schwan sei auch jetzt in der Linksfraktion willkommen, sagte ihr Vorsitzender Gregor Gysi dem Bericht zufolge. Doch müsse auch SPD-Chef Kurt Beck der Linken bei einem Spitzentreffen erläutern, warum die Partei Schwan mitwählen solle. Ein solches Treffen sei bei der SPD jedoch unerwünscht, heißt es in dem Bericht.
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