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Seit Wiedereinführung der Grenzkontrollen
Flüchtlingszahl sinkt auf Tiefstand

So laufen die Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze
München. Die Zahl der neu über Österreich nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge ist auf den tiefsten Stand seit der Wiedereinführung der Grenzkontrollen im September gesunken.

Am Sonntag reisten noch rund 680 Flüchtlinge über die bayerischen Grenzübergänge ein, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in München am Montag auf Anfrage. Seit der Rückkehr zu Grenzkontrollen Mitte September seien es nie weniger gewesen.

Die Sprecherin konnte keine Gründe für das deutliche Sinken nennen, "dies wäre reine Spekulation". Am Samstag waren nach ihren Worten noch 1160 Flüchtlinge neu registriert worden, am Freitag 1950. Insgesamt hat sich die Zahl der registrierten Flüchtlinge im Januar im Vergleich zu den Vormonaten bislang verringert. So gab es bisher nach den Worten der Sprecherin nur an drei Tagen dieses Monats noch mehr als 3000 neu registrierte Flüchtlinge. Der Monats-Höchststand war demnach 3380 Menschen am 4. Januar.

Die in Bayern registrierten Flüchtlinge dürften in etwa der Zahl aller nach Deutschland eingereisten Flüchtlinge entsprechen. Ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam sagte, die allermeisten Einreisen gebe es über Österreich nach Bayern.

Am Sonntag reisten noch rund 680 Flüchtlinge über die bayerischen Grenzübergänge ein. FOTO: dpa, awe pzi

Kein einziger Flüchtling in Kroatien und Slowenien

In Kroatien und Slowenien, den beiden zentralen Ländern auf der Balkanroute für Flüchtlinge, ist am Montag bis zum Mittag nicht ein einziger Transitreisender registriert worden.

Insgesamt wurden im Januar aber bisher fast 48.000 Menschen gezählt, die dann nach Österreich und vor allem nach Deutschland weiterreisten, wie die slowenische Polizei in Ljubljana berichtete.

Während am Samstag in Kroatien noch rund 1400 Migranten angekommen waren, traf von Sonntag bis Montagvormittag niemand mehr ein, teilte das Innenministerium mit.

(gol/AFP/dpa)
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