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Sexismus
Wo ist die Geschmacksgrenze bei Werbung?

Sexistische Werbung: Wo ist die Geschmacksgrenze?
Mit dieser Werbung lockte ein Elektronik-Discounter Kunden. FOTO: Screenshot, Redcoon
Berlin/Düsseldorf. Geht es nach dem Bundesjustizminister, soll es in Zukunft keine sexistische Werbung mehr geben. Doch nicht jede Abbildung nackter Körper ist diskriminierend. Wir möchten von Ihnen wissen: Was ist vertretbar, was nicht? 

"Eine Frau hat zwei Lebensfragen: Was soll ich anziehen und was soll ich kochen?" - das war ein zentraler Satz in der "Dr. Oetker"-Werbung für Backpulver aus den 50er Jahren. Seither hat sich viel geändert - oder doch nicht? Die Plakate, Fotos und Anzeigen, die der Deutsche Werberat jedes Jahr rügt, legen eine andere Vermutung nahe. Sexistische und diskriminierende Werbeanzeigen kommen immer noch vor. 

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) möchte jegliche Form der geschlechtsdiskriminierenden, chauvinistischen und sexistischen Werbung unterbinden. Dafür bastelt sein Ministerium gerade an einem Gesetzentwurf, berichtet der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Damit reagiert Maas auf die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln. Das Gesetz, so es denn kommt, soll ein "modernes Geschlechtsbild" im Land etablieren. 

Die Organisation "Pinkstinks" setzt sich schon seit mehreren Jahren gegen sexistische Werbung ein und zeigt auf ihrer Internetseite auch mehrere Negativ-Beispiele. Laut "Spiegel" beraten die Aktivisten das Ministerium. 

Im Folgenden haben wir Werbeanzeigen gesammelt, die sexistisch sind – oder auch nicht. Entscheiden Sie selbst: Sind diese Werbeanzeigen vertretbar – ja (grünes Häkchen) oder nein (rotes Kreuzchen)?

 

 
(heif )
 
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