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Vorstoß der sozialdemokratischen Frauen
Sigmar Gabriel befürwortet Doppelspitzen in der SPD

Porträt: Gabriel - unberechenbar und brillanter Stratege
Porträt: Gabriel - unberechenbar und brillanter Stratege FOTO: afp, JOHN MACDOUGALL
Berlin. Die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) will sich für eine Doppelspitze aus Frauen und Männern in der Partei einsetzen. SPD-Chef Sigmar Gabriel befürwortet dies nach einem Medienbericht.

" Ich finde den Antrag gut und werde ihm auch zustimmen", sagte Gabriel den Zeitungen der Funke-Mediengruppe Dem Bericht zufolge will die ASF beim Bundesparteitag im Dezember über die Satzungsänderung abstimmen lassen. Die ASF-Vorsitzende Elke Ferner sagte den Funke-Zeitungen: "Es geht darum, paritätische Doppelspitzen dort wo gewünscht zu ermöglichen, nicht zu erzwingen."

Laut Antrag würde die Satzung so geändert, dass der Vorstand künftig entweder von einem oder einer Vorsitzenden geführt würde "oder von zwei gleichberechtigten Vorsitzenden, jeweils eine Frau und ein Mann". Derzeit sei das nach der Satzung nicht möglich.

Gabriel, betonte, niemandem solle "etwas übergestülpt" werden. Der SPD-Chef verwies darauf, dass seine Partei immer häufiger Probleme habe, ehrenamtliche Vorsitzende zu finden, weil die damit verbundene Arbeit dem oder der Einzelnen zu viel werde. Einen Doppelvorsitz könne es nach Aussage des SPD-Chefs "bis in die Spitze von Bezirks-, Landes- und Bundesebene" geben. Doppelspitzen gibt es bereits bei den Grünen und bei den Linken.

(AFP)
 
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