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Hilfe für Flüchtlinge
Gabriel ruft SPD-Funktionäre auf: "Spendet, was ihr übrig habt"

Porträt: Gabriel - unberechenbar und brillanter Stratege
Porträt: Gabriel - unberechenbar und brillanter Stratege FOTO: afp, JOHN MACDOUGALL
Berlin. Worten sollen nun auch Taten folgen: Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat die Funktionäre seiner Partei zu mehr Engagement für Flüchtlinge aufgerufen.

"Steht den Flüchtlingen wie den Helfenden zur Seite, wo immer Ihr das könnt", schrieb er in einem Brief an rund 40.000 Amts- und Mandatsträger, den die SPD-Zeitung "Vorwärts" am Donnerstag online stellte. "Besucht Flüchtlingsheime, sprecht mit den ehrenamtlich Engagierten, spendet, was immer Ihr übrig habt, und helft, wo Ihr Euch zur Hilfe und Unterstützung in der Lage seht."

Ihm sei klar, dass die Aufnahme von Flüchtlingen vor Ort immer wieder zu Diskussionen führe. Diesen Debatten müsse man sich stellen. "So groß die Herausforderungen auch sein mögen - die Wirtschaftslage in Deutschland ist so gut wie lange nicht mehr", heißt es. Der Bund werde sich stärker an den Kosten der Unterbringung, Versorgung und Integration beteiligen müssen als bisher. Im Herbst werde es dazu entsprechende Vereinbarungen geben.

"Wir wollen und müssen mehr Menschen aufnehmen, die vor Terror, Krieg und Bürgerkrieg fliehen oder politisch verfolgt werden", erläuterte Gabriel. Deshalb müsse man anderen Menschen, die nicht aus diesen Gründen fliehen, schon in ihren Herkunftsländern deutlich sagen, dass sie keine Aussicht auf dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland hätten. Das seien vor allem Menschen vom Westbalkan.

(dpa)
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