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Medienbericht
Gabriel will Käßmann als Kandidatin für Gauck-Nachfolge

Sigmar Gabriel will Margot Käßmann als Kandidatin für Gauck-Nachfolge
Die Ex-Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, ist offenbar im Gespräch als mögliche Bundespräsidentin. FOTO: dpa, jst sab
Berlin. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat die evangelische Theologin Margot Käßmann einem Medienbericht zufolge gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, Bundespräsidentin zu werden. 

Nach Informationen der Zeitungen der Funke Mediengruppe hat Käßmann gegenüber Gabriel bisher offengelassen, ob sie als Kandidatin zur Verfügung steht. Der Vizekanzler möchte daher in naher Zukunft ein weiteres Gespräch mit Käßmann führen.

Gabriel hat nach Informationen der Zeitungen gegenüber dem Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger vorgefühlt, ob die Linke Käßmann mittragen würde. Der SPD-Vorsitzende favorisiert allerdings weiterhin einen Konsens mit CDU und CSU bei der Suche nach einem Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck.

Stimme der sozial Schwachen

Margot Käßmann gilt bei SPD, Grünen und Linken als geeignete Kandidatin für das höchste Amt im Staat. Sie wird als Stimme der sozial Schwachen in Deutschland wahrgenommen. Zudem kritisierte sie den Bundeswehreinsatz in Afghanistan.

Käßmann wurde im Jahr 2010 bei einer Polizeikontrolle mit Alkohol am Steuer ihres Dienstwagens erwischt. Kurz danach trat sie als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und als Landesbischöfin von Hannover zurück. Aktuell wirkt Käßmann als Botschafterin der EKD für das Reformationsjubiläum 2017 ("Lutherbotschafterin").

(bur/KNA)
 
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