Fast vier Millionen Arbeitslose gibt es in Deutschland. Wie kann diese Zahl gesenkt werden? Das fragen sich auch viele Politiker - und sorgen mit mehr oder weniger skurrilen Vorschlägen für Aufsehen. Eine Auswahl der kuriosen Politiker-Ideen lesen Sie hier.
NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sorgte mit den Vorschlag für Aufsehen, Arbeitslose sollten zum frühen Aufstehen gezwungen werden. Bereits um sieben Uhr morgens sollten sie nach Willen Laumanns an Bewerbungstrainings oder Sprachkursen teilnehmen, um sich nicht mehr auf dem Arbeitslosengeld ausruhen zu können.
Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) forderte, jeder Empfänger von Arbeitslosengeld müsse eine Gegenleistung bringen - und auch ohne Bezahlung arbeiten.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) regte an, Arbeitslose als Sicherheitspersonal im Nahverkehr einzusetzen. In einigen Städten wurde dieser Vorschlag inzwischen umgesetzt.
Einen verpflichtenden "Gemeinschaftsdienst für Langzeitarbeitslose" wollte der
CSU-Politiker Stefan Müller einführen. So hätten Jobsuchende die Gelegenheit, sich wieder an regelmäßige Arbeit zu gewöhnen, begründete Müller seinen Vorschlag. Außerdem hätten sie keine Zeit mehr, schwarz zu arbeiten.
CSU-Generalsekretär Markus Söder schlug vor, den Beziehern von Arbeitslosengeld II den Urlaub (zum Beispiel für Verwandtenbesuche) zu streichen. So könne der Druck, einen Job anzunehmen, erhöht werden.
Der
SPD-Vorsitzende Kurt Beck regte an, Arbeitslose sollten gemeinnützige Arbeit leisten und beispielsweise Geländer streichen oder Treppen kehren.
Als die Vogelgrippe auf Rügen ausbrach, sollten Arbeitslose beim Aufsammeln der toten Tiere helfen. Die Arbeitsagenturen wurden aufgefordert, geeignete Hilfskräfte zu vermitteln.