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Markus Söder ddp 070509
  Foto: ddp, ddp
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Streit um Arzneimittelkosten: Söder fordert "Geld-zurück-Garantie" für Medikamente

zuletzt aktualisiert: 01.02.2010 - 14:24

München (RPO). Aus Bayern kommt ein neuer Ansatz, um die explodierenden Kosten im Gesundheitswesen zu begrenzen: Im Streit um die Arzneimittelkosten schlägt der Gesundheitsminister des Freistaats Markus Söder (CSU) eine "Geld-zurück-Garantie" für Medikamente vor.

Falls verschriebene Arzneien beim Patienten nicht die versprochene Heilwirkung zeigten, sollten die Krankenkassen die Kosten von den Firmen zurückfordern können, sagte Söder am Montag in München nach einem Treffen mit zwölf forschenden Pharmaunternehmen aus dem Freistaat. "Gezahlt wird nicht für die Tablette, sondern für die Wirkung", betonte Söder im ddp-Interview.

Der Minister sprach von einer "neuen Vertragsphilosophie", die ohne "fantasielose Sparrunden" auskomme. In Richtung seines Bundesressortkollegen Philipp Rösler (FDP) warnte der bayerische Gesundheitsminister vor "Hoppla-Hopp-Beschlüssen" zur Kostenreduzierung. "Der Patentschutz für innovative Medikamente muss bleiben", forderte der CSU-Politiker. Nur so könne die Forschung für die Unternehmen attraktiv bleiben. In Bayern gehe es dabei um mehr als 10.000 Arbeitsplätze.

Die Umsetzung seines Garantie-Vorschlags soll in einer Arbeitsgruppe des Ministeriums mit den Pharmafirmen entwickelt werden. Die Teilnehmer des ersten bayerischen Pharmagipfels seien prinzipiell dazu bereit, sagte Söder: "Sie wissen, dass sie was tun müssen." Ihm selbst gehe es um einen umfassenden Neuansatz "und nicht um einen schnellen Vorschlag zur Einsparung".

Quelle: DDP/felt

 
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