kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Gesundheitspolitik: Söder für Rückkehr zum alten System

zuletzt aktualisiert: 09.04.2009 - 15:33

Berlin (RPO). Der neue Gesundheitsfonds wird immer mehr zum Zankapfel in der Großen Koalition. Der bayerische Landesminister Markus Söder (CSU) forderte am Donnerstag eine Rückkehr zum alten Krankenkassen-System. Das Bundesgesundheitsministerium wies dies scharf zurück.

 Foto: ddp, ddp
Foto: ddp, ddp

"Die Äußerungen des bayerischen Gesundheitsministers Dr. Söder führen keinen Millimeter weiter", erklärte Sprecher Klaus Vater.

CSU-Politiker Söder attackierte in der "Berliner Zeitung" nicht nur den neuen Fonds, sondern auch die weiterführenden Pläne von CDU und SPD. "Kopfpauschale und Bürgerversicherung sind untaugliche Konzepte", sagte er.

"Alle radikalen und ideologischen Ansätze funktionieren in der Realität nicht. Sie gefährden den sozialen Gesundheitsfrieden." Als Alternative schlug er vor: "Wir sollten auf Bewährtes zurückgreifen." Er fügte an: "Wir brauchen wieder individuelle Beitragssätze der einzelnen Kassen."

"Solidarität von allen"

Zusätzlich verlangte der Landesgesundheitsminister, dessen Partei für Steuersenkungen streitet, höhere Zuschüsse aus Steuermitteln für die Krankenversicherung. "Die Herausforderung einer Familien- und Seniorenmedizin müssen gesamtgesellschaftlich getragen werden", sagte Söder. "Die medizinische Versorgung darf in einer älter werdenden Gesellschaft nicht rationiert werden." Nötig sei die "Solidarität von allen".

Der Sprecher des Bundesministeriums warf Söder vor, die entscheidenden Antworten schuldig zu bleiben. "Er muss sagen, wie hoch die einzelnen Beitragssätze sein müssten", sagte Vater. "Ohne Fonds würden einige auf die 18 Prozent zulaufen." Derzeit liegt der für alle Kassen einheitliche Satz bei 15,5 Prozent. Die Regierung hat bereits beschlossen, mit insgesamt neun Milliarden Euro Steuermitteln den Satz ab Juli auf 14,9 Prozent zu drücken. Vater sagte, Söder müsse sagen, wie viel zusätzliche Steuergelder er mobilisieren wolle und wohin sie fließen sollten.

Yoga statt Haushaltshilfen

Söder plädierte auch dafür, den Leistungskatalog der Krankenkassen erneut zu überprüfen. Dabei nahm er vor allem die Gesundheitsvorsorge ins Visier: "Heute werden mehr Yogakurse und Wellnessangebote finanziert. Dagegen müssen ältere Menschen nach einer Operation auf Haushaltshilfen verzichten. Das ist absurd." Es gebe genügend Geld im Gesundheitssystem. Es komme allerdings nicht bei denen an, die es brauchten.

Söder griff auch die Krankenkassen an. "Bei vielen Krankenkassen werden Patienten, die sich beschweren, oft in anonymen Callcentern abgefunden", kritisierte er. Die Bundesregierung achte nicht genug auf die Patientenrechte. Nötig wären unabhängige staatliche Patientenbeauftragte ähnlich den Datenschutzbeauftragten, meinte der Landesminister.

Quelle: AP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Romney vor Kandidatur für US-Präsidentenamt

Nach Vorwahl in Texas

Romney vor Kandidatur für US-Präsidentenamt

Mit einem Sieg bei der Vorwahl in Texas hat sich der US-Republikaner Mitt Romney die Nominierung als Präsidentschaftskandidat gesichert. mehr 

Wieder mehr CO2 ausgestoßen

EU-Staaten

Wieder mehr CO2 ausgestoßen

Die wirtschaftliche Erholung und ein außergewöhnlich kalter Winter haben den Kohlendioxid-Ausstoß 2010 wieder in die Höhe getrieben. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Betreuungsgeld

FDP will keine weiteren Zugeständnisse machen

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes aus. Seine Partei stehe zur Vereinbarung mit der CSU, 2013 das Betreuungsgeld einzuführen. mehr

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

 

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

 

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

 
 

Kanzlerin informiert sich über Trassen-Ausbau

Die Tücken des deutschen Stromnetzes

Top-Services