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Bayerns Finanzminister
Söder skeptisch zu Seehofers Ämterteilungsplan

Söder skeptisch zu Seehofers Ämterteilungsplan
Der bayrische Finanzminister Markus Söder ist für eine Personalunion des Regierungs- und CSU-Parteichefs. FOTO: dpa, shp gfh
München. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) begegnet den Plänen von CSU-Chef und Ministerpräsident Horst Seehofer über eine Ämterteilung mit Skepsis. Es komme am Ende nicht auf die Ämter, sondern auf die Personen an. 

"Man kann zwar alles strategisch diskutieren, aber Horst Seehofer hat einmal selbst gesagt, dass die Kraft der CSU in der Vereinigung der beiden Ämter liegt. Das war in der Vergangenheit so und das Modell hat auch ganz gut funktioniert", sagte Söder am Montag im Bayerischen Rundfunk.

Ämter wichtiger als Personen

Es komme am Ende nicht auf die Ämter, sondern auf die Personen an. Das Amt des Parteichefs sei "das Ur-Amt von Franz Josef Strauß. Das ist das schwierigste und wichtigste Amt zugleich, das so große Namen wie Edmund Stoiber, Theo Waigel oder Horst Seehofer selbst inne hatten. Das sind die Titanen der CSU", sagte Söder.

Das Amt des Parteivorsitzenden werde nur demjenigen anvertraut, der die Unterstützung der Parteibasis hat. "Von daher ist es falsch, jetzt über dieses Amt Personaldebatten zu führen."

Ämtertrennung sei gute Lösung

Seehofer hatte in der "Bild am Sonntag" gesagt, er könne für die "CSU nicht ewig den Libero machen". Der CSU-Vorsitzende solle die Interessen der Partei in Berlin vertreten. Eine solche Ämtertrennung habe es früher schon gegeben und die Partei sei damit "gut gefahren". 

Offen ist, wer nach Ansicht Seehofers als CSU-Vorsitzender in der Hauptstadt am Kabinettstisch sitzen soll. Spekuliert wird, dass Seehofer dazu Söder auserkoren hat. Der aber will nicht nach Berlin.

(bur/dpa)
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