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Trotz Pannen "faire Chance" für alle Schüler: Sommer verteidigt Zentralabitur

zuletzt aktualisiert: 19.06.2008 - 12:10

Düsseldorf (RPO). Trotz mehrfacher Fehler in den Prüfungsaufgaben und anderer Pannen beim NRW-Zentralabitur sieht Schulministerin Barbara Sommer keinen Grund zur Kritik. Bei der unter ihrer Regie eingeführten zentralen Prüfung hätten alle Abiturienten eine "faire Chance" gehabt, sagte sie am Donnerstag. Die Opposition warf Sommer "Realitätsverlust" vor.    

Schulministerin Barbara Sommer: Das Noten-Desaster in NRW ist ausgeblieben.  Foto: ddp, ddp
Schulministerin Barbara Sommer: Das Noten-Desaster in NRW ist ausgeblieben. Foto: ddp, ddp

Es habe bei den Abschlussprüfungen an den Gymnasien und Gesamtschulen keine besonderen Notenabweichungen gegeben, lautete Sommers Verteidigung  im Düsseldorfer Landtag. Nach der Kritik an angeblich unlösbaren Aufgaben habe die Landesregierung mit einer neuen Mathematik-Klausur pragmatisch reagiert.

Sommer sei offenbar nicht bereit, auf die berechtigte Kritik an den zentralen Abschlussprüfungen einzugehen, konterte die stellvertretende SPD-Fraktionschefin Ute Schäfer. Schäfer hatte das Amt der Schulministerin vor Sommer innegehabt. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Sylvia Löhrmann, forderte von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) eine Klarstellung, wie es nach dem "Zentralabitur-Desaster" in der Schulpolitik weitergehen solle.

Nach scharfer Kritik an den diesjährigen Prüfungsaufgaben hatte die Landesregierung den Abiturienten im Fach Mathematik die Möglichkeit einer neuen Klausur eingeräumt. Auch in anderen Fächern äußerten Schüler und Lehrer Kritik an angeblich fehlerhaften und kaum lösbaren Aufgabenstellungen. Wegen der Pannen beim Zentralabitur hatte die SPD Ministerpräsident Rüttgers indirekt zur Entlassung von Schulministerin Sommer aufgefordert.

Quelle: afp

 
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