Unbeliebt und umstritten: SPD-Anhänger wollen Beck nicht mehr
zuletzt aktualisiert: 30.03.2008 - 09:48Berlin (RPO). Kurt Beck hat in der Wählergunst stark an Beliebtheit eingebüßt. Die Anhänger der SPD bezweifeln neben der Eignung ihres Vorsitzenden als Kanzlerkandidat auch dessen Tauglichkeit als Parteichef.
Laut einer Emnid-Umfrage für "Bild am Sonntag" sagen 54 Prozent der SPD-Unterstützer, dass die Sozialdemokraten einen neuen Vorsitzenden brauchen. Nur 42 Prozent wollen demnach Beck behalten.
In der Gesamtbevölkerung sind 65 Prozent der Überzeugung, dass die Sozialdemokraten einen anderen Kandidaten zum Vorsitzenden wählen sollten. Nur 23 Prozent setzen weiter auf den rheinland-pfälzischen Regierungschef.
Angesichts seines umstrittenen Kurses im Umgang mit der Linkspartei sagen der Umfrage zufolge nur 21 Prozent der Deutschen, dass Beck die Krise der Sozialdemokraten bewältigen kann. 70 Prozent trauen dem SPD-Chef nicht zu, seine Partei aus der Krise zu führen.
Selbst unter SPD-Wählern trauen ihm nur 44 Prozent zu, die Partei wieder nach oben zu bringen; 50 Prozent haben die Hoffnung aufgegeben. In früheren Umfragen hatte sich eine Mehrheit der Deutschen gegen Beck als Kanzlerkandidaten ausgesprochen.
Beck ist laut einer "Spiegel"-Meldung in der Wählergunst sogar hinter Finanzminister Peer Steinbrück zurückgefallen.
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