Befreiung für chronisch Kranke gefordert: SPD-Fraktion dringt auf weitere Änderungen bei Praxisgebühr
zuletzt aktualisiert: 14.01.2004 - 19:07Frankfurt/Main (rpo). Die SPD-Bundestagsfraktion dringt auf zusätzliche Ausnahmeregelungen von der Praxisgebühr. Davon sollen Patienten, die permanent Medikamente einnehmen müssen, profitieren.
Fraktionsvize Gudrun Schaich-Walch sagte der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstagsausgabe), sie glaube nicht, dass man eine Sonderregelung nur für die Anti-Baby-Pille machen könne.
Schaich-Walch forderte eine Befreiung aller Patienten mit Dauermedikation, die lediglich ein Folgerezept für ihre chronische Erkrankung benötigten. Dies sei ohne eine Änderung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes möglich, sagte Schaich-Walch. Sie schlug vor, dass Rheuma- oder Diabeteskranke, die stets dasselbe Präparat benötigen, vom Arzt ein Sechsmonats- oder Jahresrezept erhalten sollen.
Schmidt hatte am Dienstag eine Ausweitung der Pillen-Regelung abgelehnt. Sie begründete dies damit, dass es bei der Empfängnisverhütung "eine andere Situation als bei anderen Medikamenten" gebe.
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