| 12.24 Uhr

Sigmar Gabriel
SPD gegen strikte Trennung von Staat und Kirche

2009: Gabriel zum neuen SPD-Chef gewählt
2009: Gabriel zum neuen SPD-Chef gewählt FOTO: AP
Berlin. Die SPD ist nach den Worten ihres Vorsitzenden Sigmar Gabriel weiter gegen eine strikte Trennung von Staat und Kirche. Daher könne es in der Partei keinen "Arbeitskreis der Laizistinnen und Laizisten" geben, der eine solche Position nach außen vertrete. Das schrieb Gabriel am Wochenende in seinem Facebook-Profil. Zugleich unterstrich er, dass er das Thema Laizisten in der SPD "nicht wirklich weltbewegend" finde.

Anlass waren Anfragen Nutzern des sozialen Netzwerks; sie hatten einen einstimmigen Beschluss des SPD-Bundesvorstandes in Frage gestellt, einer laizistischen Gruppe in der Partei nicht den Status eines offiziellen Arbeitskreises zuzuerkennen.

Er habe nichts dagegen, wenn sich SPD-Mitglieder als Laizisten zusammenfänden, betonte Gabriel. Allerdings könne sich nicht jede beliebige Gruppierung "Arbeitskreis" nennen: Sonst wüsste "kein Außenstehender, wer nun wirklich die Position der SPD nach außen vertritt". Das Kernthema der Laizisten sei die strikte Trennung von Kirche und Staat. Dies sei aber weder die Position der SPD noch die Position des Grundgesetzes, so der Parteichef.

Der SPD-Vorsitzende wies Kritik zurück, durch die fehlende formelle Anerkennung grenze die SPD Atheisten und Freidenker aus. "Der Parteivorstand hat schlicht beschlossen, dass kein Arbeitskreis in seinem Auftrag die strikte Trennung von Kirche und Staat propagieren soll, weil es nicht Mehrheitsmeinung in unserer Partei ist", betonte Gabriel.

(KNA)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Sigmar Gabriel: SPD gegen strikte Trennung von Staat und Kirche


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.