kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Guttenberg Panorama ap 2009
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Druck auf Verteidigungsminister wächst: SPD: Guttenberg "nicht mehr tragbar"

zuletzt aktualisiert: 19.03.2010 - 07:10

Berlin (RPO). Die Oppositionsparteien im Bundestag schießen sich auf Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg ein. Nach der Vernehmung von Ex-General Wolfgang Schneiderhan und dem ehemaligen Staatssekretär Peter Wichert im Kundus-Untersuchungsausschuss sehen sie den CSU-Politiker schwer belastet.

Guttenberg war über den Kundus-Luftschlag offenbar frühzeitiger umfassend informiert als bisher eingeräumt. Das ergab am Donnerstag die mit Spannung erwartete mehrstündige Befragung Schneiderhans und Wicherts vor dem Untersuchungsausschuss in Berlin. Beide waren von Guttenberg mit der Begründung entlassen worden, ihm Berichte zu dem Luftschlag am 4. September 2009 vorenthalten zu haben.

Die Opposition sieht den Verteidigungsminister durch die Aussagen seiner früheren Mitarbeiter "schwer belastet". Das sagte der Grünen-Obmann Omid Nouripour am Donnerstagabend in Berlin am Rande der Ausschusssitzung. Der Obmann der Linken im Ausschuss, Jan van Aken, betonte, Guttenberg habe "offensichtlich gelogen", als er angegeben hatte, über den Luftschlag von Kundus nicht ausreichend informiert worden zu sein. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion,Thomas Oppermann, sagte der "Berliner Zeitung", wenn Guttenberg im Zusammenhang mit einer zentralen Führungsentscheidung gelogen haben sollte, sei er als Verteidigungsminister nicht mehr tragbar.

Vielmehr habe der Minister seine Meinung über die militärische Angemessenheit des Luftschlages geändert, "ohne neue Informationen" bekommen zu haben, sagte van Aken. Der Ex-Generalinspekteur der Bundeswehr, Wolfgang Schneiderhan, und der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär Peter Wichert hatten zuvor vor dem Ausschuss ausgesagt, Guttenberg sei stets ausreichend über den Luftschlag und mögliche zivile Opfer informiert gewesen.

Damit widersprachen sie der Version Guttenbergs, dass ihm wichtige Informationen zum Luftschlag von Kundus am 4. September 2009 vorenthalten worden waren. Unter anderem ging es dabei um einen Feldjägerbericht der Bundeswehr, der im November in einem Zeitungsbericht öffentlich gemacht worden war. Nach der Veröffentlichung dieses Berichts hatte Guttenberg seine beiden Mitarbeiter entlassen und seine Einschätzung, der Militärschlag sei "militärisch angemessen" gewesen, zurückgezogen.

Nouripour sagte weiter, Guttenberg sei bei seiner ersten öffentlichen Einschätzung zur Angemessenheit des Luftschlags sogar noch über die ihm von Generalinspekteur Schneiderhan geratene vorsichtigere Bewertung hinausgegangen. So habe er betont, es habe "zwangsläufig" zu dem Luftangriff kommen müssen.

Ex-Verteidigungsstaatssekretär Wichert hatte zuvor ausgesagt, er sei "erstaunt" darüber gewesen, warum der Minister in seiner Einschätzung "so weit gegangen war". Er habe Guttenberg geraten, sich bei der Bewertung des Luftangriffs an der -vorsichtigeren- Darstellung Schneiderhans zu orientieren.

Quelle: DDP/pst

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Krisensitzung zu Syrien-Massaker

Treffen von UN-Sicherheitsrat

Krisensitzung zu Syrien-Massaker

Der UN-Sicherheitsrat wird sich noch am Sonntag treffen, um über das Massaker im syrischen Hula zu diskutieren. mehr 

Ein Bild Amerikas zum Fürchten

"Die weiße Wut" - das Buch zur Tea Party

Ein Bild Amerikas zum Fürchten

Die Journalistin Eva C. Schweitzer hat sich intensiv mit Amerikas Neuer Rechter, der Tea Party auseinandergesetzt. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Treffen von UN-Sicherheitsrat

Krisensitzung zu Syrien-Massaker

"Die weiße Wut" - das Buch zur Tea Party

Ein Bild Amerikas zum Fürchten

IWF-Chefin löst Empörung aus

"Lagarde hat die Griechen beleidigt"

Längere Akw-Laufzeiten nötig?

Koalition zweifelt an Zeitplan für Energiewende

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Längere Akw-Laufzeiten nötig?

Koalition zweifelt an Zeitplan für Energiewende

In der Koalition in Berlin wachsen die Zweifel an einer raschen Umsetzbarkeit der Energiewende. Unionsfraktionsvize Fuchs (CDU) bringt sogar längere Akw-Laufzeiten ins Gespräch. Umweltminister Altmaier bekräftigt den eingeschlagenen Kurs. mehr

 

Streit um die Familie

Betreuungsgeld spaltet die Union

 

Nummer Drei auf Liste der "Nazi-Jäger"

NS-Kriegsverbrecher Klaas Carel Faber tot

 

Neuer Umweltminister Peter Altmaier

"Kernenergie in Deutschland ist Geschichte"

 

Möglicher SPD-Kandidat geht in die Offensive

Steinbrück: "Es wird einsam um Merkel"

 

Genossen holen im Umfrage auf

SPD noch zwei Prozentpunkte hinter Union

Top-Services