Gemeinschaftsschulen: SPD in NRW will Schulsystem revolutionieren
zuletzt aktualisiert: 05.03.2007 - 15:04Düsseldorf (RPO). Die SPD in Nordrhein-Westfalen plant, das dreigliedrige Schulsystem abzuschaffen. Stattdessen soll die Gemeinschaftsschule eingeführt werden. "Das Nebeneinander von Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschule hat sich überholt", betonte SPD-Landeschefin Hannelore Kraft am Montag in Düsseldorf.
Dieses dreigliedrige Schulsystem sei ein "Auslaufmodell, weil es ungerecht und unfair ist". Die Gemeinschaftsschule, zu der sich der SPD-Landesvorstand klar bekannt habe, sei bundesweit auf dem Vormarsch. Kraft warf Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) vor, sich einer Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem zu verweigern und sich damit nicht einer zentralen landespolitischen Herausforderung der Zukunft zu stellen.
Ein Beleg für den Veränderungsdruck seien die Anmeldezahlen zu den Gesamtschulen. Laut Gemeinnütziger GesellschaftGesamtschule seien in diesem Jahr landesweit rund 47 000 Grundschüler an einer öffentlichen Gesamtschule angemeldet worden. Aber nur für 30 000 Kinder gebe es einen Platz. Die Eltern wollten für ihren Nachwuchs keine frühe Aufteilung in "Schulschubladen". Sie wollten längeren gemeinsamen Unterricht, damit auch ihr Kind die Chance habe, sich individuell zu entwickeln.
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