Hessen: SPD-Politiker fordern erneut Ypsilantis Rücktritt
zuletzt aktualisiert: 29.11.2008 - 19:46Frankfurt/Main (RPO). Andrea Ypsilanti gerät immer mehr unter Druck. Mehrer SPD-Politiker aus Südhessen haben den Rücktritt der Parteichefin und des gesamten Landesvorstands gefordert. Mehr als ein Dutzend Politiker aus der Region unterzeichnete einen Aufruf. Verlässlichkeit und Vertrauen könne erst dann wieder gewonnen werden, "wenn die Landesvorsitzende den Weg für einen Neubeginn freimacht", heißt es in dem Dokument.
Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der frühere hessische Innenminister und Ypsilanti-Vorgänger als SPD-Landeschef, Gerhard Bökel, sowie der ehemalige Darmstädter Oberbürgermeister Günther Metzger, Schwiegervater der SPD-Abweichlerin Dagmar Metzger.
Darüber hinaus unterstützten weitere südhessische Bürgermeister, Fraktions- und Ortsvereinsvorsitzende den Rücktrittsaufruf. Zu den Unterzeichnern gehört auch der frühere Innenstaatssekretär Heinz Fromm, der auch Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz ist.
Die Konstruktion innerparteilicher Feindschaften und Denunziationen müsse ein Ende haben, schreiben die Verfasser weiter. So müssten die Schiedsverfahren gegen die vier SPD-Abweichler bis nach der Landtagswahl im Januar 2009 ruhen, "damit alle Kräfte auf ein erfolgreiches Bestehen der politischen Auseinandersetzung mit Wettbewerbern konzentriert werden können". Solange das Verhältnis zur Linken nicht geklärt sei, bestehe bei Mitglieder, Wählern und Sympathisanten auch künftig Verunsicherung und Misstrauen.
SPD-Sprecher Frank Steibli sagte, die Partei befinde sich im Wahlkampf mit dem gewählten Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel und Ypsilanti als Landes- und Fraktionschefin. Jetzt gehe es darum, den Wahlkampf erfolgreich zu bestreiten.
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