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Hermann Scheer: SPD-Politiker nennt Berlusconi "machistischen Sexprotz"

zuletzt aktualisiert: 08.05.2009 - 15:33

Berlin (RPO). Der SPD-Bundestagsabgeordnete Hermann Scheer hat den italienischen Ministerpräsidenten Silivio Berlusconi als "machistischen Sexprotz" bezeichnet. Das Mitglied des Parteivorstands und stellvertretende Mitglied des Auswärtigen Ausschusses wurde mit dem Satz zitiert: "Der Regierungschef ist klar straffällig geworden und setzt eine gesetzliche Amnestie für sich durch."

Eine entsprechende Meldung der "Tageszeitung" bestätigte das Büro von Scheer am Freitag. Der österreichische Rechtspopulist Jörg Haider sei dagegen harmlos gewesen: "Die Gewaltenteilung in Italien geht vor die Hunde," sagte Scheer ein Jahr nach der Wiederwahl Berlusconis. Ein Sprecherin bestätigte nach Rücksprache mit Scheer die Zitate.

Auch von anderen deutschen Polikern muss der italienische Regierungschef harsche Kritik hinnehmen. Der Spitzenkandidat der Grünen für die Bundestagswahl, Jürgen Trittin, nannte ihn am Donnerstag in einem Atemzug mit der Mafia.

Trittin sagte im Bundestag während der Debatte über den internationalen Kampf gegen Steueroasen und Steuerbetrug: "Wir haben festzustellen, dass sich an der Praxis in Guernsey oder auf den Cayman-Inseln bis heute nichts geändert hat. Das ist das Problem, wenn man den Versuch macht, mit Gordon Brown Steueroasen trockenzulegen. Das ist ungefähr so erfolgversprechend, als versuchte man, mit Silvio Berlusconi die Mafia zu bekämpfen."

Auf die Zwischenfrage des FDP-Chefs Guido Westerwelle, was der italienische Regierungschef mit der Mafia zu tun habe, antwortete Trittin: "Außer Herrn Westerwelle mit seinen großen internationalen Kenntnissen hat das hier jeder verstanden."

Vor genau einem Jahr hatte Berlusconi zum dritten Mal innerhalb von 14 Jahren das Amt des italienischen Ministerpräsidenten angetreten.

Quelle: AP

 
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