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Bericht
Regierung will digitale Bildung an Schulen verbessern

SPD: Regierung will digitale Bildung an Schulen verbessern
Tablets im Unterricht - inzwischen kein seltenes Bild. FOTO: dpa, Arne Dedert
München. Die Bundesregierung will einem Bericht zufolge die digitale Bildung an deutschen Schulen verbessern. Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Dienstagsausgabe berichtete, einigten sich die Fraktionen von Union und SPD auf einen entsprechenden gemeinsamen Antrag, den sie noch in dieser Woche in den Bundestag einbringen wollen.

In dem Antrag heißt es dem Bericht zufolge, das schlechte Abschneiden von Schülern in Deutschland bei einer internationalen Studie zu Computer-Kompetenzen stehe "im Widerspruch zum Anspruch Deutschlands, eine fortschrittliche Bildungsnation zu sein".

Bisher spielten der Umgang mit dem Internet und die Arbeit mit digitalen Lernmaterialien im Unterricht leider "oft noch eine eher untergeordnete Rolle", zitierte die Zeitung aus dem Antrag. Union und SPD einigten sich demnach auf einen Forderungskatalog. Die Fraktionen regen darin unter anderem einen Breitbandanschluss für alle Schulen, ein bildungsfreundliches Urheberrecht als Grundlage für eine digitale Lehrmittelfreiheit sowie einen "Pakt für Digitale Bildung" an.

Die Koalitionsfraktionen fordern zudem den Abschluss eines Länderstaatsvertrags. In diesem solle dann "die Förderung eines zeitgemäßen und altersgerechten Informatikunterrichts ab der Grundschule", eine bessere Aus- und Fortbildung der Lehrer sowie die Entwicklung bundeseinheitlicher Mindeststandards "zur digitalen Informations-und Medienkompetenz" der Schüler vereinbart werden.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Sven Volmering sagte der Zeitung, die digitale Bildung werde "noch viel zu sehr als Orchideenthema gesehen". Deutschland habe hier einen "enormen Aufholbedarf". Viele wollten die Relevanz des Themas noch immer nicht wahrhaben, sagte er. Eine gute Basis an digitaler Bildung sei heutzutage aber notwendig.

Bei einer im November vorgestellten Studie zu Computer- und informationsbezogenen Kompetenzen (ICILS) waren Achtklässler in Deutschland in der Rangliste nur im Mittelfeld gelandet. Damit lagen sie hinter ihren Altersgenossen unter anderem aus Tschechien, Kanada, Australien und Norwegen. Für die repräsentative Untersuchung wurden im Jahr 2013 Schüler in mehr als 20 Ländern befragt.

(AFP)
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