Kita-Ausbau finanzieren: SPD schlägt Kürzung des Kindergeldes vor
zuletzt aktualisiert: 07.12.2010 - 07:33Frankfurt/Main (RPO). Führende SPD-Politiker haben sich für eine Kürzung des Kindergeldes ausgesprochen, um den Ausbau von Kitas und Ganztagsschulen finanzieren zu können. "Wenn wir das Kindergeld um 30 Euro kürzen, könnten wir damit massiv in Kinderbetreuung und Ganztagesschulen investieren", sagte der Sprecher des konservativen Seeheimer Kreises in der SPD, Garrelt Duin.
"Das höchste Maß an Gerechtigkeit erreichen wir nicht durch höhere Transfers, sondern durch den Ausbau der sozialen Infrastruktur", so Duin weiter in der "Frankfurter Rundschau". Der Sprecher der SPD-Linken, Björn Böhning, unterstützte den Vorstoß: "Die letzte Kindergelderhöhung hat viel Geld gekostet und sozialpolitisch nichts gebracht".
Zudem machte sich Böhning, der dem SPD-Vorstand angehört, für eine gesetzliche Kita-Pflicht stark: "Nur so können wir die Integrationsprobleme in den Städten lösen." Die Regierung von Union und FDP hatte das Kindergeld zum 1. Januar um 20 Euro auf 184 Euro erhöht und den Kinderfreibetrag um knapp 1000 Euro auf 7.008 Euro angehoben.
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