kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama Soziales Jobcenter
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Jobcenter-Streit: SPD signalisiert Union Entgegenkommen

zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 12:02

Berlin (RPO). Im Streit über die Neuordnung der Hartz-IV-Jobcenter hat die SPD der Union Entgegenkommen signalisiert. Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck ließen in einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel Bereitschaft erkennen, mehr Kommunen die Betreuung der Hartz-IV-Bezieher in Alleinregie zu überlassen.

In dem Reuters am Donnerstag vorliegenden Schreiben heißt es, Ausgangspunkt einer Verständigung sei der im vorigen Jahr am Widerstand der Unions-Fraktion gescheiterte Gesetzentwurf. "Selbstverständlich schließt das eine Weiterentwicklung der bisherigen Vorschläge nicht aus", fügten Steinmeier und Beck aber hinzu.

Die von Teilen der Union geforderte Ausweitung der derzeit 69 Optionskommunen, die Hartz-IV-Bezieher mit dem Geld vom Bund alleine betreuen, ist einer der größten Streitpunkte. Entgegenkommen der SPD in diesem Punkt dürfte eine Einigung mit der über die Jobcenter-Reform zerstrittenen Union erleichtern.

Dabei läuft es nun auf eine Grundgesetzänderung hinaus, da mehrere Unions-geführte Länder den Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gestoppt haben und eine Verfassungsänderung zur Bedingung machen. Dies zwingt die schwarz-gelbe Bundesregierung zur Kooperation mit der SPD, um im Bundestag und Bundesrat Zwei-Drittel-Mehrheiten zu bekommen.

Das weitere Vorgehen ist in der Union aber noch nicht entschieden. Ein Jobcenter-Gipfel der Union mit den Spitzen von Bundesregierung, Ländern und Fraktion soll am Sonntagabend im Arbeitsministerium zunächst einer Einigung im Unions-Lager den Weg bereiten.

Das Bundesverfassungsgericht hat eine Neuordnung der gemeinsam von Kommunen und Arbeitsagenturen betriebenen 346 Jobcenter bis Ende 2010 gefordert. Die Zukunft der Optionskommunen ist damit eng verflochten.

Müller fordert Grundgesetzänderung

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) fordert einen Neuanlauf zur Grundgesetzänderung, um die umstrittene Reorganisation der "Hartz IV"-Jobcenter zu verhindern.

Das von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgegebene Modell sei zu kompliziert und berge erhebliche Risiken, sagte Müller der "Frankfurter Rundschau". Die nach der "Hartz"-Reform eingeführten Jobcenter, die von den Arbeitsagenturen und den Kommunen gemeinsam getragen werden, hätten sich bewährt und sollten weiter bestehen.

Müller sagte, es sei absurd, dass diese Arbeitsgemeinschaften wieder aufgelöst werden sollten, obwohl alle Parteien grundsätzlich für deren Beibehaltung seien. "Es sollte deswegen einen neuen Versuch zur Verständigung über eine Grundgesetzänderung geben", sagte Müller.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) lehnt dagegen eine Grundgesetzänderung zur Reform der Job-Center ab und stellt sich gegen seinen Parteikollegen Koch. "Ich kann mir keine Lösung vorstellen, bei der eine Seite nur für die Geldbeschaffung und eine andere Seite nur für die Geldverteilung zuständig gemacht würde", sagte Böhmer der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". "Die dafür notwendige Grundgesetzänderung erscheint mir nicht vertretbar."

Zuvor hatte schon Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) erklärt, Koch müsse "zur Kenntnis nehmen", dass sein Plan "bundespolitisch nicht durchsetzbar" sei.

Quelle: RTR/csr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

13 Männer gefesselt und erschossen

Neues Massaker in Syrien

Ungeachtet neuer diplomatischer Zwangsmaßnahmen werden in Syrien weiter Menschen ermordet. mehr 

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

13 Männer gefesselt und erschossen

Neues Massaker in Syrien

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen. Seine zweifelnden Äußerungen über das Einstehen Deutschlands für Israel im Ernstfall sorgen für Aufregung. VON Birgit Marschall  mehr

 
 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Top-Services