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Mietrechtsreform
Koalition will Mietspiegel und Nebenkosten reformieren

So steigen die Mieten in den Städten
So steigen die Mieten in den Städten FOTO: dpa, Wolfgang Kumm
Berlin. Kaum ist die Mietpreisbremse in Kraft, plant die große Koalition offenbar schon die nächste Reform. Freuen können sich vor allem Mieter. Allerdings kommt die Reform später als geplant.

Nach Einführung der Mietpreisbremse planen Union und SPD offenbar die nächsten Änderungen für Mieter und Vermieter. Die Koalition bereite derzeit ein zweites Mietrechtspaket vor, berichtete die "Saarbrücker Zeitung". Unter anderem soll demnach die Erstellung des Mietspiegels umfassend reformiert werden.

Außerdem sei die Absenkung der Modernisierungsumlage zugunsten der Mieter von elf auf zehn Prozent geplant. Für die Berechnung der Nebenkosten soll dem Bericht zufolge nur noch die tatsächliche Wohnfläche herangezogen werden dürfen. Darüber hinaus wolle die Koalition einen Sachkundenachweis für Makler einführen.

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"Wir werden die Bedingungen für Mieter weiter verbessern", sagte der rechtspolitische Experte der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, der "Saarbrücker Zeitung". Er erwarte, "dass sich die Union an den Koalitionsvertrag hält". Im zuständigen Justiz- und Verbraucherministerium hat es demnach erste Fachgespräche gegeben, weitere stehen bevor. Im Herbst soll laut Wiese der Referentenentwurf vorliegen. Ursprünglich war die Reform allerdings schon für 2014 geplant gewesen.

(AFP)
 
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