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Dreikönigstreffen FDP Westerwelle Daumen Panorama, dapd 20110601
  Foto: dapd, dapd
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FDP-Politiker zufrieden mit Dreikönigs-Rede: SPD: Westerwelle bleibt FDP-Chef auf Abruf

zuletzt aktualisiert: 06.01.2011 - 15:03

Stuttgart (RPO). SPD und Grüne sehen FDP-Chef Guido Westerwelle auch nach dessen Rede auf dem Dreikönigstreffen der Liberalen in Nöten. "Das war kein Befreiungsschlag. Der Auftritt war ein Flop. Westerwelle bleibt damit ein Vorsitzender auf Abruf", kommentierte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, am Donnerstag den Auftritt des FDP-Vorsitzenden in Stuttgart. Führende FDP-Politiker haben sich nach dem traditionellen Dreikönigstreffen unterdessen zufrieden mit der Rede von Parteichef Guido Westerwelle geäußert.

Westerwelle schwadroniere über historische Siege und hole die Klassenkämpfe der Vergangenheit aus der Mottenkiste. Er klammere sich an das Steuerrad und könne den Kurs nicht mehr bestimmen. "Westerwelle und die FDP werden bei den Landtagswahlen Schiffbruch erleiden", sagte Oppermann voraus.

"Westerwelle schwadroniert"

Ähnlich äußerte sich Grünen-Chefin Claudia Roth. Westerwelles Lehre aus der Krise der FDP sei: "Jetzt noch mehr vom Falschen". Der FDP-Chef habe "Ladenhüter seiner gescheiterten Politik" präsentiert. "Da die FDP den politischen Kurswechsel nicht schafft, müssen es im Frühjahr eben die Wähler richten", erklärte Roth in Berlin.

Die Grünen-Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin kritisierten, Westerwelle erhebe Ungleichheit zum Programm der FDP. Vielmehr sei aber Gerechtigkeit Voraussetzung für Freiheit. "Weil Westerwelle das nicht versteht, wird sein Dampfer sinken und er nicht mehr lange Vorsitzender sein", glauben Künast und Trittin.

Lob aus der eigenen Partei für Westerwelle

Parteivize Rainer Brüderle lobte nach der Kundgebung am Donnerstag in Stuttgart die Ansprache zum politischen Jahresauftakt ausdrücklich. Westerwelle habe die Erfolge der Freidemokraten in Deutschland deutlich gemacht. "Der Politikwechsel hat gewirkt", betonte er.

Fraktionschefin Birgit Homburger sagte, Westerwelle habe die Partei mit seiner kämpferischen Rede gehalten auf die bevorstehenden Wahlkämpfe eingeschworen. "Ich bin überzeugt davon, dass wir jetzt gemeinsam kämpfen und gewinnen werden", sagte die baden-württembergische Landeschefin.

Gesundheitsminister Philipp Rösler sprach von einer "Rede, die Mut gemacht hat". Er fügte hinzu: "Es war ein guter Auftakt für die Liberalen im Wahljahr. Das hat die Partei motiviert, zu kämpfen".

In den vergangenen Monaten hatte es wegen anhaltend dramatischer Umfragewerte bei der FDP heftige Personaldebatten gegeben. Spekuliert wurde auch über einen Rückzug Westerwelles aus dem Parteivorsitz. 2011 werden in sieben Bundesländern die Parlamente neue gewählt. Die FDP verharrt in Umfragen zwischen drei und fünf Prozent.

Quelle: apd/felt

 
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