kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama Angela Merkel bedröppelt AP 2010
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Vorwurf des Lobbyismus: SPD will Merkel vor Gorleben-Ausschuss laden

zuletzt aktualisiert: 24.07.2010 - 15:04

Berlin (RPO). Nach den Grünen hat auch die SPD-Bundestagsfraktion gefordert, Kanzlerin Angela Merkel vor den Gorleben-Untersuchungsausschuss zu laden. Es gelte, "das Erkundungs-Regime der Kohl-Regierung auch unter der damaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel transparent zu machen", schreibt SPD-Obfrau Ute Vogt (SPD) in einem Brief an ihre Fraktionskollegen.

Dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sagte Vogt laut Vorabbericht vom Samstag, wer den Auftrag des Untersuchungsausschusses kenne, dem müsse klar sein, "dass wir uns auch mit der Arbeit der Bundesumweltministerin der Jahre 1994 bis 1998 befassen werden. Das ist die heutige Kanzlerin Angela Merkel."

Der von den Oppositionsparteien beantragte Untersuchungsausschuss soll klären, auf welcher Grundlage die Regierung von Helmut Kohl (CDU) im Jahr 1983 beschlossen hatte, die Suche nach einem Endlager für radioaktive Abfälle auf die Erkundung des Standorts Gorleben zu beschränken.

Die Opposition hegt den Verdacht, die Prüfung sei politisch manipuliert worden. Geklärt werden soll etwa, ob es Einflussnahme bei Gutachten gab und ob das Parlament immer korrekt informiert wurde. Außerdem möchten die Oppositionsparteien wissen, ob unabhängig von Erkundungsergebnissen bereits eine Vorentscheidung für ein Endlager im Salzstock Gorleben gefallen ist.

Politischer Druck habe Wissenschaft verdrängt

Wie Vogt in dem Brief schreibt, der DAPD vorliegt, sei für viele Beobachter "die politische Einflussnahme der Kohl-Regierung" schon jetzt erwiesen. Kürzlich von Greenpeace veröffentlichte Originaldokumente sprächen eine eindeutige Sprache: "Politischer Druck hat die Wissenschaft verdrängt", schreibt Vogt. Auch die Aussagen von bereits einvernommenen Sachverständigen, die Vogt zitiert, sprächen für die These der rein politischen Entscheidung für einen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ungeeigneten Standort.

Unter der Überschrift "Der Politische Gegner" geht Vogt mit der Union hart ins Gericht. Rot-Grün hatte für Gorleben ein Erkundungs-Moratorium beschlossen, das Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) im März dieses Jahres wieder aufhob. "Das hat er nicht eigenmächtig entschieden, dahinter steht die ehemalige Bundesumweltministerin und jetzige Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel" schreibt Vogt.

Der Salzstock Gorleben werde jetzt weiter erkundet "und zwar ohne Suche nach Alternativen", fährt sie fort. "Merkel und Röttgen exekutieren die Interessen einer Lobby", erklärt Vogt. Dies müsse im Kontext der geplanten Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke und für deren "Entsorgungsnachweis" gesehen werden

Quelle: apd/felt

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online

13 Männer gefesselt und erschossen

Neues Massaker in Syrien

Ungeachtet neuer diplomatischer Zwangsmaßnahmen werden in Syrien weiter Menschen ermordet. mehr 

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

13 Männer gefesselt und erschossen

Neues Massaker in Syrien

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Möglicher Militäreinsatz in Syrien

USA weiter gegen militärisches Eingreifen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Bundespräsident sorgt für Wirbel

Gauck vermisst ein Zeichen Israels

Der Bundespräsident fordert die israelische Regierung auf, in der Siedlungspolitik ein konstruktives Zeichen für die Palästinenser zu setzen. Seine zweifelnden Äußerungen über das Einstehen Deutschlands für Israel im Ernstfall sorgen für Aufregung. VON Birgit Marschall  mehr

 
 

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

 
 

Bildungsministerin unter Druck

Neue Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

 

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Top-Services