Nur für bestimmte Berufsgruppen: SPD will Rente mit 67 aufweichen
zuletzt aktualisiert: 29.06.2008 - 13:34Berlin (RPO). Die SPD plant Ausnahmeregeln für die Rente mit 67. Laut SPD-Franktionschef Peter Struck sollten Angehörige bestimmter Berufsgruppen künftig schon vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze mit deutlich geringeren Abschlägen als bisher in Rente gehen können.
Davon sollen vor allem die Angehörige von Berufsgruppen profitieren, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis 67 arbeiten können, sagte Struck der Zeitung "Welt am Sonntag". Zu diesem Zweck wolle die SPD die Erwerbsminderungsrente, die zu Zeiten der rot-grünen Koalition gekürzt wurde, wieder aufstocken.
Das Modell werde von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz erarbeitet, sagte Struck. Seine Partei wolle die Erwerbsminderungsrente in der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich stärken und die beiden anderen Säulen der Altersversorgung, die betriebliche und die Riester-Rente für das Erwerbsrisiko in die Verpflichtung nehmen. "Mit der Union wird das nicht gehen. Aber wir wollen ja auch nach der Bundestagswahl 2009 weiterregieren", sagte Struck.
Er habe Verständnis für Einwände gegen die Rente mit 67, sagte Struck. "Es gibt Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht so lange arbeiten können. Deshalb suchen wir nun nach Lösungen, mit denen wir diesen Arbeitnehmern helfen können", sagte er.
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