Spediteure kritisieren geplante Mehrbelastung für Lkw ohne Rußfilter
zuletzt aktualisiert: 08.04.2005 - 07:03
Chemnitz (ddp). Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) hat scharfe Kritik an den Absichten von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) geübt, für Lkw ohne Rußfilter eine höhere Mautgebühr zu erheben. Die finanzielle Belastung habe für die Unternehmen die Schmerzgrenze erreicht, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Heiner Rogge, der Chemnitzer "Freien Presse" (Freitagausgabe). Wer mehr Maut für Lkw mit hohen Schadstoffen verlange, müsse im gleichen Umfang emissionsarme Fahrzeuge entlasten. Der Stolpe-Vorstoß sei nichts anderes als "blinder Aktionismus". Bereits jetzt müssten Lkw mit höheren Emissionen mehr Maut bezahlen. Zugleich warnte Rogge vor Hysterie in der Feinstaub-Debatte. Mehr als die Hälfte des Rußausstoßes in den Städten stamme nicht von Dieselfahrzeugen. Selbst wenn alle Lkw mit Rußfiltern ausgerüstet würden, nähme die Feinstaubbelastung nur um 2,5 Prozent ab. Rogge räumte ein, dass "deutlich vermehrt" Speditionen auf Bundesstraßen auswichen. Eine voreilige Mauterhebung auf Bundesstraßen lehnte er ab.
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Quelle: afp
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