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Kampf gegen Pädophilie im Netz: Sperre für Kinderporno-Seiten verzögert sich

zuletzt aktualisiert: 26.04.2009 - 08:21

München (RPO). Die Sperrung kinderpornografischer Internet-Seiten wird sich monatelang verzögern. Die Bundesregierung initiierte das Vorhaben, zuletzt legte Deutschlands Wirtschaftsminister Guttenberg bereits einen entsprechenden Gesetzentwurf vor. Nun gibt es laut Medienberichten technische Probleme bei der Umsetzung.

 Foto: ddp, ddp
Foto: ddp, ddp

Der Zugriff auf Seiten mit kinderpornografischem Inhalt soll Pädophilen in Deutschland und der Europäischen Union möglichst schwer gemacht werden. Die Bundesregierung will in Zusammenarbeit mit den Anbietern von Internetzugängen dafür sorgen, dass beim Aufrufen einer Kinderporno-Seite bald ein virtuelles Stoppschild auf dem Bildschirm erscheint.

Doch nun gibt es offenbar Schwierigkeiten bei der Realisierung: Die Deutsche Telekom sprach im Nachrichtenmagazin "Focus" laut Vorabbericht über technische Probleme. "Wir müssen eine Software entwickeln, die es bis dato noch gar nicht gibt, und diese auf einigen Hundert Servern testen und installieren", sagte Telekom-Sprecher Ralf Sauerzapf dem Blatt. Die Entwicklung und Umsetzung dieses vollautomatischen Verfahrens koste mehr Zeit als gedacht. "Die Sperre kann daher voraussichtlich erst in einem halben Jahr aktiviert werden", sagte Sauerzapf.

Noch im März gab es etwas optimistischere Einschätzungen von drei bis sechs Monaten für die Umsetzung. Deutschlands Wirtschaftsminister Guttenberg legte bereits einen Gesetzesentwurf vor. Guttenberg und Justizministerin Brigitte Zypries zeigten sich zuversichtlich, dass ein Gesetz noch vor der Bundestagswahl im September verabschiedet werden kann.

Quelle: DDP

 
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