Luftangriff in Afghanistan: Spezialtruppe angeblich seit 2007 in Kundus
zuletzt aktualisiert: 17.12.2009 - 20:33Frankfurt/Main (RPO). Die Operationszentrale der Bundeswehr-Spezialtruppe KSK in Kundus, von deren aus der Luftangriff vom 4. September geführt worden ist, besteht angeblich bereits seit mehr als zwei Jahren.
Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Obleute der Bundestagsfraktionen kritisieren dem Blatt zufolge, sie seien auch in den geheimen Unterrichtungen nur über KSK-Einzeloperationen, aber nicht über diese Gruppe, ihren Auftrag und ihre Führungsstrukturen informiert worden.
Am Mittwoch teilte der stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, Generalleutnant Johann-Georg Dora, im Verteidigungsausschuss mit, die sogenannte Task Force 47 bestehe seit Oktober 2007 in Kundus, unterstehe aber nicht dem dortigen PRT-Kommandeur. Die Hälfte ihrer derzeit 120 Soldaten seien Spezialkräfte.
Ministeriumsvertreter hätten dem Bericht zufolge auf mehrfache Nachfrage von Verteidigungs-Obleuten, ob das KSK am 4. September an dem Luftschlag gegen zwei entführte Tanklaster beteiligt gewesen sei, stets verneint. Nach Auffassung des Verteidigungsministeriums sei der Luftschlag, der vom PRT-Kommandeur befohlen wurde, keine Operation des KSK oder der TF 47 gewesen, von der damals mindestens zwei nachgeordnete Angehörige in der Operationszentrale anwesend gewesen seien.
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