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Pauli-Affäre: Spitzel-Vorwürfe: Stoiber entlässt seinen Büroleiter

zuletzt aktualisiert: 22.12.2006 - 12:15

München (RPO). Der Büroleiter des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Michael Höhenberger, ist wegen der so genannten "Spitzelaffäre" um die Stoiber-Kritikerin Gabriele Pauli zurückgetreten. Stoiber erklärte, es dürfe keine Zweifel an der korrekten Arbeitsweise in seinem Umfeld geben.

Stoiber erklärte, er vertraue zwar in Höhenbergers Erklärung, die Fürther Landrätin Gabriele Pauli nicht bespitzelt zu haben. "Unabhängig davon darf es aber keine Zweifel an der korrekten Arbeitsweise gerade meines engsten Umfelds geben", fügte der CSU-Chef hinzu. "Mir liegt daran, dass die Mitarbeiter der Staatskanzlei und ihre hervorragende Arbeit nicht in ein schiefes Licht gerückt werden."

Stoibers Büroleiter Höhenberger wird von Pauli beschuldigt, wegen ihrer Kritik an Stoiber in ihrem Privatleben geschnüffelt zu haben. Der langjährige enge Vertraute des CSU-Chefs wies diese Vorwürfe allerdings erneut zurück. Pauli habe ein von ihm geführtes Telefonat "falsch und völlig übertrieben" dargestellt. Aufgrund der Auseinandersetzung um dieses Telefonat sei die Ausübung seines Amtes aber nicht mehr in der erforderlichen Weise möglich.

Höhenberger werde an anderer Stelle seine berufliche Laufbahn fortsetzen und eine neue Aufgabe übernehmen, erklärte Pauli.

Bis zuletzt hatte Höhenberger eine Bespitzelung der Fürther Landrätin und Stoiber-Kritikerin Gabriele Pauli strikt bestritten. "Ihre persönlichen Lebensumstände interessierten und interessieren mich nicht", sagte Höhenberger am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP.

Gezielte Fragen nach ihrem Privatleben, um ihr etwas anzuhängen, habe er in dem Telefonat mit dem Fürther CSU-Politiker Horst Müller nicht gestellt. Er habe nur eine "Erklärung für ein politisch unerklärliches Verhalten von Frau Pauli" gesucht. "Aus einem einmaligen Telefonat ein Ausspähen und Bespitzeln zu schließen, ist völlig unangemessen und realitätsfern", sagte Höhenberger.

Quelle: afp

 
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