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Offenbar Verbindung zu Islamisten: Spur des Bahn-Bombenlegers führt nach Mülheim

zuletzt aktualisiert: 22.08.2006 - 07:24

Berlin (rpo). Die Ermittlungen im Fall des mutmaßlichen Kofferbombers Youssef Mohamad E. H. deuten auf Kontakte zu der in Deutschland verbotenen Islamistengruppe Hisb ut-Tahrir al Islami (Partei der islamischen Befreiung) hin. Auch in Mülheim an der Ruhr finden sich offenbar Spuren des Festgenommenen.

Mehrere Mitglieder des Clans von Youssef Mohamad E.H. seien "problematisch", berichtete der "Tagesspiegel" unter Berufung auf deutsche Sicherheitskreise.

Es werde für denkbar gehalten, dass Youssef Mohamad E.H. von Hisb ut-Tahrir al Islami oder von Sympathisanten der Partei in seiner Familie den Anstoß zur Radikalisierung bekommen habe.

Die Zentrale der international agierenden Organisation befindet sich im Libanon. Der deutsche Ableger der Hisb ut-Tahrir al Islami wurde im Januar 2003 vom damaligen Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) verboten, unter anderem wegen blutrünstiger Propaganda gegen Israel und die Juden.

Im Oktober 2002 hatte ein Funktionär der Partei vor Berliner Studenten Hetzreden gehalten. Im Publikum saßen auch der rechtsextreme Anwalt Horst Mahler und NPD-Chef Udo Voigt. Die Veranstaltung hatte über Berlin hinaus Empörung hervorgerufen.

Im Jahr 2004, so berichtet "Spiegel Online", wohnte Youssef Mohamad E. H. in Friedrich-Ebert-Straße in Mülheim. Von dort aus soll er sich für einen Platz am Studienkolleg in Kiel beworben haben. Dadurch, so der Bericht, wollte er Zugang zur Fachholschulreife erlangen, um dann einen Studienplatz im Fach Mechatronik zu bekommen.

Als er den Platz in Kiel bekam, zog er von Mülheim in den hohen Norden und begann im Sommersemester 2005 seine Ausbildung. Während dieser Zeit, so berichtet das Magazin weiter, haben Youssef Mohamad E. H. einen zweiten Wohnsitz in Hamburg gehabt, in einem Wohnheim, das zu einem islamisch-albanischen Kulturzentrum gehört.

Quelle: afp

 
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