Vier Meter in falsche Richtung gefahren: Staatsanwalt erhebt erste Vorwürfe gegen Althaus
zuletzt aktualisiert: 30.01.2009 - 09:32Düsseldorf (RPO). Die Staatsanwaltschaft im österreichischen Leoben arbeitet einen Monat nach dem Skiunfall von Dieter Althaus weiter an der Anklage gegen den Ministerpräsidenten Thüringens. Angeblich soll der 50 Jahre alte CDU-Politiker wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden.
Laut Informationen der "Bild"-Zeitung warten die Ermittler von der österreichischen Polizei zwar noch auf das technische Gutachten, mit dem erst Mitte Februar zu rechnen ist. Doch nach Angaben der Staatsanwaltschaft sieht es so aus, als trage Althaus die Schuld an dem Zusammenprall am Neujahrstag, bei dem die vierfache Mutter Beata C. getötet wurde.
Es gilt offenbar als erwiesen, dass Althaus als "Geisterfahrer" vier Meter in die falsche Richtung fuhr. "Das Umfahren des Fangzaunes ist üblich. Das machen fast alle an der Stelle – um Schwung zu holen für die Abfahrt", zitiert die "Bild" Staatsanwalt Walter Plöbst. Zum Zeitpunkt des Unfalls sei Althaus 40 km/h schnell gewesen.
Der 50-Jährige selbst ist noch immer nicht vernehmungsfähig. Althaus erholt sich derzeit in einer Klinik am Bodensee von der Kopfverletzung, die er sich bei dem Unfall zuzog.
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