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FDP-Parteitag: Starkes NRW-Element in der FDP-Führung

VON GREGOR MAYNTZ - zuletzt aktualisiert: 16.05.2009 - 15:02

Hannover (RP). Die FDP hat auf ihrem Bundesparteitag die kompletten Führungsgremien neu gewählt. Stark vertreten sind die NRW-Liberalen, obwohl Landeschef Pinkwart bei seiner Wiederwahl gegen den Trend einen Hauch schwächer bewertet wurde.

Bis auf einen legten alle Mitglieder im engsten Führungskreis der FDP, im Präsidium gegenüber den Wahlen vor zwei Jahren in Hannover zu: Guido Westerwelle plus acht Prozentpunkte, Rainer Brüderle plus fünf, Cornelia Pieper plus 14, Hermann Otto Solms plus zwei, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger plus 13, Birgit Homburger plus sieben, Philipp Rösler plus vier, Dirk Niebel plus sieben. Nur einer lag in der Beliebtheit der Delegierten ein klein wenig gegen den Trend: NRW-Vizeregierungschef Andreas Pinkwart: Minus 3 Prozentpunkte. Woran lag`s?

Ein Grund hatte sich offenbar am Vorabend des Parteitages bereits angedeutet. Da kämpfte Pinkwart im Bundesvorstand um ein Stoppschild bei der Opel-Verstaatlichung. Die Hessen-FDP unter Jörg-Uwe Hahn, wie NRW auch Opel-Standort, fühlte sich in die Vorüberlegungen nicht umfassend genug eingebunden. Und auch die Steuermodell-Vorstöße hatten beim letztjährigen Parteitag in München Pinkwart nicht nur neue Freunde gebracht. Der trug es mit Schmunzeln: „Lieber ein bisschen weniger mit klarem Profil als mehr ohne Profil.“ Die 78,19 Prozent (gegenüber 81,74 Prozent vor zwei Jahren) waren zudem immer noch deutlich mehr als bei seinen ersten beiden Wahlen ins Präsidium mit 61,73 und 76,61 Prozent.

Unter den insgesamt 43 Bundesvorstandsmitgliedern, die Freitag und Samstag in Hannover gewählt wurden, stellen die Köpfe aus NRW ein starkes Element. Der mit grandiosen 95,84 Prozent wiedergewählte Parteichef Guido Westerwelle kommt wie Pinkwart aus NRW, über die so genannte „Kurfürsten-Liste“, für die jeder Landesverband zunächst je einen Vertreter benennen kann, zog Angela Freimuth aus NRW in den Bundesvorstand ein. Es folgten Samstag Morgen im ersten Wahlgang weiterer Mitglieder Daniel Bahr und Gisela Pilz aus NRW. Und als dann noch sechs weitere Plätze zu vergeben waren, sicherte sich der NRW-Landesverband gleich die Hälfte: Alexander Alvaro, Werner Hoyer und Christian Lindner. Auch Juli-Chef Johannes Vogel kommt aus NRW, zog aber auf dem Ticket des FDP-Nachwuchses in den Vorstand ein.

Quelle: AFP

 
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